| Osterfreien 2000 - Bericht von Johannes Noack |
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| Geschrieben von N.N. (vgl. Artikel) | |
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Osterfahrt 2000 nach Griechenland - Wie war es denn in Griechenland? "Über Ostern 2000 bin ich mit der KSJ in einer Gruppe von 80 Jugendlichen nach Griechenland gefahren und habe dort unter anderem Delphi, die Meteora-Klöster und Athen besucht, sowie die Inseln Naxos und Santorini." Dies ist eine Möglichkeit, unsere letzte Osterfahrt zu schildern, sicherlich eine langweilige, aber eine Darstellung zu finden, welche die Fülle von Ereignissen, Erlebnissen und Erfahrungen dieser Fahrt treffend beschreibt, ist nicht eben leicht. Ich werde versuchen, meine persönlichen Eindrücke anhand einiger Gegensätze zu vermitteln. Da war zum einen die endlos scheinende Busfahrt am Anfang der Reise, zum anderen jedoch der traumhafte Rundum-Meerblick, den wir uns nach einer langen Wanderung auf den Gipfel des Berges Zas redlich verdient hatten. Auch kann ich mich genau an das lebendige und laute Menschengewimmel in Athen erinnern - ein wahrhafter Gegensatz zur völligen Abgeschiedenheit der Meteora- Klöster in ihrer unbeschreiblichen Lage am Rande der höchsten Steilwände, die ich je gesehen habe. Doch nicht nur landschaftlich wurden wir mit vielen Kontrasten konfrontiert, sondern auch in kultureller Hinsicht. Mit dem Besuch des Orakels von Delphi, konnten die Teilnehmer anfassen und bestaunen, was sie bislang nur aus den Schulbüchern kannten. Natürlich gehörte auch eine Visite der Akropolis dazu, während ein Vortrag des Präsidenten der Aussenhandelskammer in Athen über "Griechenland in der EU" uns zusätzlich über die heutige Lage des Landes und die Mentalität der Griechen aufklärte. Weiterhin habe ich besonders als Gruppenleiter mehrere Seiten der jüngeren Teilnehmer kennengelernt. Da ist einerseits die Erinnerung an murrende, unmotivierte Wanderer, zum Teil so schwer scheinkrank, dass jeder gute Arzt anhand der Symptome einen Krankenhausaufenthalt verordnet hätte, andererseits habe ich noch genau das ausgelassene Toben und Plantschen aller im Meer vor Augen, ebenso wie das freudige Gedrängel um die eigens importierten Schoko-Osterhasen. Nicht minder verschieden waren ausserdem meine persönlichen Erlebnisse auf der Osterfahrt. Noch heute ärgert mich das erhitzte, letztlich erfolglose Feilschen mit einem Athener Restaurantbesitzer um die Rechnung, die große Unterschiede zum Angebot aufwies. Ein entspannender Ruhepol hingegen, ist die Erinnerung an das schweigende Gebet am morgentlichen Osterfeuer auf Santorini, ganz zu schweigen von den Sonnenaufgängen, die wir auf den Fährfahrten geniessen konnten. Die Liste der kontrastreichen Begegnungen könnte mit Sicherheit noch deutlich erweitert werden. Trotzdem hoffe ich, zumindest erste Eindrücke vermittelt zu haben, was für grundsätzlich verschiedene Erfahrungen wir alle wieder zurück nach Hause gebracht haben, eine faszinierender als die andere. Eine der wichtigsten war ohne Zweifel das Gruppenerlebnis: Der Ablauf vor Ort konnte nur funktionieren, weil sich alle schon nach kurzer Zeit persönlich einzubringen wussten, seien es die Jüngsten durch den routinierten Auf- und Abbau der Küche oder die Älteren, indem sie die Gruppe im Athener Verkehrschaos zusammenhielten. Ich war sicherlich nicht der Einzige, der hierdurch eine Reihe neuer Freundschaften geschlossen hat. Es ist sehr wichtig, dies alles als große Gruppe erlebt zu haben, denn nur mit den anderen Teilnehmern kann man sich in einzelne Situationen mit allen ihren Eindrücken und Emotionen zurückversetzen. Teamwork führte schliesslich auch zu einem weiteren Höhepunkt der Reise, überraschender Weise in Form eines Gegensatzes: Dadurch, dass sich alle beim eiligen und anstrengenden Entladen des Fährgepaeckes und Beladen unserer Busse beteiligten, blieb uns noch ein angenehmer Tag, um entspannt das wunderschöne Venedig zu geniessen. Sollten sich nun Leute ärgern, eine erlebnisreiche Reise verpasst zu haben, so betrachte ich meine Schilderungen als gelungen. Johannes Noack |