| Sommerferien 2000 - Bericht über den Weltjugendtag von Philipp Vanselow |
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| Geschrieben von N.N. (vgl. Artikel) | |
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Weltjugendtag 2000 - Alle Wege führen nach Rom, aber nicht alle Wege führen durch Rom Schon die Anfahrt an die verschiedenen Checkpoints erwies sich als recht „italienisch" organisiert. „Fahren Sie doch bitte zum Checkpoint F" hieß es am uns zugewiesenen Checkpoint. Also einmal um die halbe Stadt, und noch einmal jemand suchen, der überhaupt Englisch spricht. Aber mit gutem Willen und viel Geduld wurden wir nach Palestrina geschickt, der jetzt zuständigen Verteilungsstelle. Dort angekommen, kannte man uns nicht, hatte keine Pilgerausweise für uns und auch keine Unterkunft. Und wieder mussten unsere „Diplomaten" ran. Niemand sprach Englisch, alle waren überlastet und letztendlich halfen nur noch die mitgebrachten Faxe, auf denen uns die Unterbringung in Carcitti bescheinigt wurde. In der dortigen Grundschule schlugen wir also unser Quartier für die nächsten Tage auf. Der Service: eiskalte Außenduschen, (gut zum Wachwerden, nichts für Warmduscher). Frühstück gab es immer den Abend vorher zusammen mit dem Abendessen. Zu abend gab es meistens Eintopf, und zum Frühstück Marmelade, Zwieback und Milch, oder Saft. Gut, daß wir noch unser eigenes Frühstück dabei hatten. Über Nacht hatte sich jedoch einiges in der Unterkunft geändert. Eine Gruppe vom Niederrhein war dazugekommen. Jetzt gab es folgendes Problem: Die weiblichen Teilnehmer lagen auf der gleichen Etage wie die männlichen Teilnehmer von uns. Und umgekehrt. Das hatte zur Folge, daß es jeweils auf der Etage immer nur Herren-(im ganzen Haus war's dann EINE) oder Damen-(der ganze Rest an WC's) Toiletten gab. Irgendwie haben die Volontari (die freiwilligen Helfer) nicht mitbekommen, daß wir uns mit den Niederrheinern einig wurden, wer denn jetzt welche Toiletten benutzen durfte, und hängten jedesmal die Damen/Herren-Schilder wieder um. Aber es sprach ja auch niemand von den Volontari Englisch oder Französisch. Trotz der anfänglichen Probleme, die es nicht nur bei uns, sondern in ganz Rom gab (so mußte eine U-Bahn-Linie für eine Nacht gesperrt werden, da die Stationen dermaßen überfüllt waren) wurden es schöne Tage mit einigen neuen Erfahrungen. Zum Beispiel, daß auch in Italien Großveranstaltungen gut organisiert sein können, daß Franzosen und Polen „Laudato si" anders singen, es zusammen mit uns aber trotzdem schön klingt und daß Messen mit dem Papst überhaupt nicht langweilig sind. Philipp Vanselow |