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Sommerferien 2000 - Bericht von Christoph Heck über die Toskana-Rundreise Drucken E-Mail
Geschrieben von N.N. (vgl. Artikel)   
Weltjugendtag 2000 - Die Toskana-Rundreise    

Lange blieb es spannend, ob die Fahrt überhaupt stattfinden konnte, da ein solches Projekt erst ab einer bestimmten Teilnehmerzahl finanzierbar wird. Es gab zwar viele Interessenten, aber wenige wollten sich frühzeitig festlegen. Die letzte Person meldete sich schliesslich zwei Tage, bevor die Fahrt begann, an. Am Mittwoch, den 9.8.00, ging es mittags mit 29 Teilnehmern ab der siebten Klasse im Reisebus los. Die Anreise verlief gut, sodass wir bei der ersten Pause am Donnerstagmorgen unsere Füße schon auf italienischen Boden stellen konnten.

Am Zeltplatz von Norcenni, unserem Aufenthaltsort für die nächsten drei Tage, bauten wir dann unsere Zelte und ein üppiges Brunchbuffet auf. Neben einer herrlichen Panoramaaussicht konnte der Campingplatz auch mit einem riesigen Pool glänzen. Zu dessen Benutzung musste man allerdings eine Bademütze, wahlweise bunt oder die preisgünstigere und knallgelbe Variante tragen. Über diese Kappe konnteinsbesondere meine Runde (Kl. 10) ein Gruppengefühl herstellen, und eine so große Ansammlung von "Yellow Caps" konnte den Bademeistern auch nicht lange verborgen bleiben. Ob vom Beckenrand springen oder Stau auf der Rutsche verursachen, immer wenn gepfiffen wurde gab es einen Verweis für die "Yellow Caps".

Ernsthafte Konsequenzen gab es nicht, da die Bademeister es vorzogen, den Sonnenschein bei 30 Grad im Schatten zu genießen. Nach der Abkühlung im Pool sind wir abends nach Florenz gefahren, um die Stadt schon einmal in Kleingruppen kennenzulernen. Mit meiner Gruppe hatte ich das Glück gerade am Arno anzukommen, als hinter der Ponte Veccio die rote Sonne hinter den Dächern unterging. Nach diesem Anblick haben wir uns wieder alle zum Pizzaessen zusammengefunden.

In den nächsten Tagen haben wir die Toskana noch näher kennen gelernt: Neben den bildschönen Aussichten über die Toskana von einem der zahlreichen Türme ehemaliger Handelsfamilien, den autobefreiten, mittelalterlichen Gassen in San Gimignano über den Dom von Siena, in dessen vielen feinen Details sich das Auge verliert, war das eindrucksvollste Erlebnis ein spontaner Tanz mit einer sehr temperamentvollen Gruppe aus Cordoba. Sie waren eine Jugendgruppe auf dem Weg nach Rom, die uns vor S. Domenico in Siena den "Chici Chici" beigebracht haben.

Am nächsten Tag war noch Zeit die anderen beiden sehenswerten Städte Lucca und Pisa zu besichtigen, bevor wir abends unser Lager in Le Marze aufschlugen. Dieser Camping Platz konnte den anderen noch einmal übertreffen. In einem Pinienwald gelegen, und dazu noch ein Privatstrand an einer der Stellen mit dem feinsten Sand in der sonst steinigen Gegend. Hier genossen wir die nächsten anderthalb Tage und lernten spätenstens in Rom die Möglichkeit sich im Meer abzukühlen, sehr zu schätzen.

Zuvor ging es allerdings noch nach Massa Maritima, um vom Stadtturm die Aussicht und am Piazza Garibaldi eine ausgezeichnete Pizza zu geniesen.

Insgesamt war diese Woche eine ideale Mischung aus Kulturprogramm und Badeurlaub, die allen viel Spass gemacht hat und die Gruppe für ein grösseres Abendteuer zusammengebracht hat: Den Weltjugendtag.

Christoph Heck