| Sommerferien 2000 - Das Sommerlager aus Sicht eines Gruppenleiters (Beitrag von Markus Taschinger) |
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| Geschrieben von N.N. (vgl. Artikel) | |
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Das Sommerlager aus der Sicht eines Gruppenleiters Das Sommerlager (Sola) hat einen Umfang, den man sich beim Betrachten dieses Schlagwortes gar nicht so genau vorzustellen vermag. Ein Sommerlager bringt eine Vorbereitungszeit von ca. einem halben Jahr mit sich, in welcher die Gruppenleiter hauptsächlich mit der Themenfindung, der Planung des Programmablaufs und meistens auch noch mit der intensiven Erarbeitung eines eigenen Arbeitskreises und sonstiger inhaltlicher Schwerpunkte beschäftigt sind. Für das Sola 2000 haben wir uns auf das Thema "Mensch, Natur ,Technik, eine neue Welt entsteht" geeinigt, welches auch einen zweitägigen Besuch der EXPO 2000 in Hannover beinhalten sollte. Wir haben uns in den zwei Wochen des Solas in einigen Einheiten mit verschiedenen Problemen und Lösungsansätzen im Zusammenhang mit dem Gedanken der Nachhaltigkeit und der Schonung der Ressourcen auf der Erde auseinandergesetzt. Ich habe einen Arbeitskreis über die Kreislaufwirtschaft in Verbindung mit den Inhalten der Agenda 21 und der auf der EXPO 2000 dargestellten Themen vorbereitet und geleitet. Meine Expertenkommission, wie wir die Arbeitskreise getauft haben, hat sich in drei Einheiten in Cassel auf das Thema vorbereitet und beim Besuch der EXPO 2000 versucht, diese thematischen Schwerpunkte wiederzufinden, dazu neue Zusammenhänge zu knüpfen und neue sachbezogene Lösungs- und Handlungsansätze kennenzulernen. Auf den Besuch der EXPO folgte eine Nachbearbeitung der gefundenen Lösungsansätze und erlangten Informationen in der Kleingruppe, um die Ergebnisse allen Teilnehmern in Form eines "Weltgipfeltreffens" präsentieren zu können. Auch in Geländespielen und ähnlichen Einheiten, in denen man spielerisch lernen kann, wurden Themengebiete der EXPO 2000 behandelt. Zum Beispiel fand ein thematisches Geländespiel zum Thema Weltwirtschaft statt, bei welchem vier Gruppen, vier Länder darstellend, versucht haben, ihre Waren an andere Länder zu verkaufen, um durch einen regen Welthandel die wirtschaftliche Lage ihres eigenen Landes abzusichern und zu verbessern. Für einen Gruppenleiter bedeutet das, sich gut zu informieren und intensiv in das Thema einzuarbeiten, da man sonst nicht in der Lage wäre, solche Themengebiete mit Kindern und Jugendlichen zu erörtern. Bei genauerer Betrachtung fällt jedoch auf, daß man immer selbst etwas dazu lernen kann: Einerseits erweitert man eigenes fachliches Wissen andererseits wird durch den Umgang mit Jüngeren die eigene Fachkompetenz gesteigert. Hinzu kommt allerdings auch eine Menge Spaß in einem Lager, welcher die Entlohnung für die vorher erbrachten Anstrengungen und Mühen darstellt. In einem Sommerlager dreht es sich aber nicht ausschließlich um die Erarbeitung eines Themas, da wir in den Ferien nicht eine Verlängerung der Schule sein wollen. Wir bereiten für ein Lager auch immer ein ausgedehntes Freizeitprogramm vor, zu dem Geländespiele, Spielabende, Outdoor-Programm und eine selbständige Gestaltung der Freizeit gehören. Wenn man ein Lager wie das Sommerlager als Gruppenleiter begleitet, kommen einem die zwei Wochen, welche wir in der Eifel verbringen sehr kurz vor; manchmal kann es aber auch vorkommen, daß man sich in die Zeit zurücksehnt, in der man selbst noch ein Grumi war und in der alles noch so bequem war. Ich bin der Meinung, daß es sich aber in jedem Fall lohnt, nach seiner Grumizeit in der KSJ Leiter zu werden, da man bei ehrenamtlichen Engagement sehr viel für das eigene Leben dazulernt. Und wie gesagt: Es gibt in einer solchen Gruppe sehr viel zu lachen. Markus Taschinger |