| Sommerferien 2000 - Der Weltjugendtag (Bericht von Jan Schmickler) |
|
|
| Geschrieben von Jan Schmickler | |
|
Der Eifer der Volontaris In der letzten Woche der Sommerferien dieses Jahres besuchte die KSJ den Weltjugendtag in Rom. Dies hört sich sehr verheißungsvoll an und die Fahrt erfüllte auch alle Erwartungen, zumal wir die erste Schulwoche versäumten und das für uns eine willkommene Ferienverlängerung war. Am Anfang begann alles ganz harmlos: Wir fuhren pünktlich (!) in Godesberg ab und erreichten nach langer und ruhiger Fahrt die Toskana. Dort verbrachten wir eine wunderbare Woche inmitten traumhafter Landschaft. Nachdem unser Toskana-Aufenthalt wie im Fluge verstrichen war, ging es auf nach Rom. Dort mussten wir unsere eigene vorzügliche Organisation in die Hände der Freiwilligen des Weltjugendtages abgeben. Diese Freiwilligen, auch „Volontaris" genannt, waren natürlich mit Feuereifer bei der Sache und organisierten alles Mögliche, nur leider nicht das, was sie sollten. Als wir in unserer Unterkunft, einer Grundschule, ankamen, war schon alles vorbereitet: Unsere Jungs wurden zielsicher in Raum Nr. 9 und 10 geschleust, unsere Mädchen in Raum Nr. 8. Diese Ordnung hielt jedoch nur wenige Stunden. Plötzlich meinten die Volontaris, es wäre doch besser, die Mädchen im Untergeschoss unterzubringen: Großes Umziehen! Wir wunderten uns jedoch erst, als sämtliche Jungentoiletten zu Mädchentoiletten umfunktioniert wurden und es im ganzen Haus nur noch eine Jungentoilette gab. Diese Probleme schafften wir jedoch schnell aus der Welt, indem wir mit den Freiwilligen mittels Händen und Füßen diskutierten (sie sprachen nur Italienisch, wir aber nicht). Als dies nichts nützte, malten wir kurzerhand selber Plakate zur Toilettenbeschilderung und richteten die Toiletten so ein, wie wir sie brauchten. Am nächsten Morgen stellten wir fest, dass es keine Duschen gab. Nachdem wir die Volontaries alarmiert hatten, erfuhren wir, die Duschen würden „aufgebaut". Das wurden sie dann auch: Auf dem Hof und sie bestanden lediglich aus ein paar Rohren und einem Schlauch. Das Wasser war eiskalt! Aber ansonsten war für alles bestens gesorgt. Das restliche Programm des Weltjugendtages lief so ziemlich ohne Zwischenfälle ab. Daher kann man auch über die zweite Woche eine recht positive Bilanz ziehen. Die zwei Wochen in Italien waren für uns ein unvergessliches Erlebnis, bei dem wir die traumhafte Landschaft der Toskana genauso kennenlernten, wie das hektische Großstadtleben in Rom in jahrtausendalter Kulisse. Daher denke ich, dass man über diese Fahrt nur positive Stimmen hören wird. Jan Schmickler |