| Sommerferien 2000 - "Mensch, Natur, Technik - Eine neue Welt entsteht" |
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| Geschrieben von Marcel | |
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„Mensch, Natur, Technik - Eine neue Welt entsteht" Die Expo 2000 in Hannover wollte unter diesem Motto Visionen für eine Welt entwickeln, in der sich Mensch und Umwelt, Ökonomie und Ökologie im Gleichgewicht befinden. Die Expo 2000 unterschied sich von vergangenen Weltausstellungen nicht nur durch die Zielsetzung, sondern auch durch neue Angebote. Neben den klassischen Nationenbeiträgen bot sie zwei weitere Elemente: den Themenpark und die weltweiten Projekte. Abgerundet wurde dies durch ein umfangreiches Kultur- und Ereignisprogramm. „Nachhaltigkeit" war der zentrale Gedanke der Expo 2000: Natürliche Ressourcen sollen nicht schneller verbraucht werden, als sie nachwachsen können, und fossile Brennstoffe sollen durch umweltfreundliche, regenerative Energieträger ersetzt werden. Bereits 1992 haben fast 200 Staaten auf der Umweltkonferenz von Rio die Agenda 21 unterschrieben und sich damit zu einer nachhaltigen Entwicklung verpflichtet. Die Expo wollte an konkreten Beispielen aufzeigen, wie sich diese Idee umsetzen lässt. Die Teilnehmer: An einem Tag von Island nach Vanuatu wandern, Wüsten und Wälder, Gletscher und Meere erleben - auf der Expo konnte das Wirklichkeit werden. Fast 200 Nationen und internationale Organisationen präsentierten ihre Zukunftsideen. Dabei orientierten sie sich mehr oder weniger deutlich an dem Leitthema der Expo. Pavillons aus Papier, Holz und anderen natürlichen Materialien sind zugleich Beispiele für eine umweltfreundliche Architektur. Der Themenpark: 100.000 Quadratmeter Erlebnislandschaft boten Raum für elf Einzelausstellungen, die unter dem Leitthema der „nachhaltigen Entwicklung" inhaltlich eng miteinander verknüpft waren. Wie sind die medizinische Versorgung, die Ernährung und der Energiebedarf der ständig wachsenden Weltbevölkerung sicherzustellen? Welche Verkehrskonzepte garantieren die Mobilität der Zukunft, wie wird im 21. Jahrhundert gearbeitet? Der Themenpark stellte Fragen und präsentiert Lösungen für drängende soziale, kulturelle und ökologische Probleme. Die weltweiten Projekte: Bei den weltweiten Projekten ging es weniger um teure High-Tech-Lösungen, als um umweltverträgliche Technik oder soziale Aktionen, die bereits erfolgreich umgesetzt worden sind. Mit den Themenschwerpunkten Kreislaufwirtschaft, ethische Leitbilder, nachhaltige Mobilität, zukunftsfähige Raumordnung und Stadtentwicklung, Arbeitswelt der Zukunft, Energienutzung und -versorgung, Einflussfaktoren auf die Gesundheit und Klimaschutz bereiteten sich die Teilnehmer während des Sommerlagers in sieben Expertenkommissionen auf den Expo-Besuch vor. Den Expo-Besuch hatten wir als Studienreise integriert. Im Themenpark, in den Länderpavillons und im Global House sollten die Jugendlichen nach Lösungen zu ihrem Thema suchen. Einen ersten Überblick sollte eine Rallye über das Expo-Gelände am ersten Besuchstag vermitteln. Wie versuchten die beteiligten Länder (21 ausgewählte Nationen) das Leitthema in ihrem Pavillon umzusetzen? Welcher Zusammenhang besteht zwischen Wirtschaftswachstum und Gesundheit? Wie funktioniert eine Brennstoffzelle? Wofür verbraucht ein Haushalt welche Wassermengen? Welche deutschen Projekte werden im Global House präsentiert? Leider war die Umsetzung zu einigen Themen im Themenpark eher enttäuschend, in vielen Länderpavillons war das Leitthema nur schwer zu erkennen. Die Kosten für eine Ausstellung im Global House waren so hoch, dass die wenigsten Projekte diese finanzieren konnten. Die sehr gute Idee, praktische Lösungen aus aller Welt der Öffentlichkeit vorzustellen, hätte bei den selbst gesetzten Ansprüchen der Expo stärker gewichtet werden müssen. Die strukturierte Auswertung der Studienreise erfolgte in den Expertenkommissionen. Diese hatten auch zu überlegen, welche Lösungsansätze sich auch von anderen Organisationen und Unternehmen umsetzen lassen und für welche Ansätze nationale Gesetze oder internationale Übereinkommen notwendig sind. Jede Kleingruppe sollte einen Antrag für den Weltgipfel erarbeiten, über den die Teilnehmer dort beraten hatten. |