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Sommerferien 2002 - Trendsetter und Meinungsmacher Drucken E-Mail
Geschrieben von Marcel   
„Trendsetter und Meinungsmacher" und „Outdoor First Aid and Lifeguard Challenge"

„Trendsetter und Meinungsmacher" - Unter diesem Thema stand die erste Woche des Sommerlagers. Unternehmen haben schon längst die Altersgruppe der 11 bis 16-jährigen als wichtige Zielgruppe entdeckt, denn viele Kinder und Jugendliche möchten mit bestimmten Markenprodukten die Zugehörigkeit zu einer Gruppe demonstrieren und erhoffen sich damit gleichzeitig Sympathie und Anerkennung. Sie werden dabei selbst zu werbewirksamen Impulsgebern und Warenpromotern in der Schule und im Freundeskreis für die immer neu entwickelten und vermarkteten Produkte. Das produktbezogene Lebensgefühl wird dadurch verstärkt, dass bekannte Stars direkt oder indirekt für Produkte werben. Beim Einkauf hat häufig das Image des Produktes Priorität vor dem Gebrauchswert oder dem Preis. Während des Sommerlagers haben wir uns mit diesen Zusammenhängen beschäftigt.

Es gibt aber auch Bedürfnisse, die ganz ohne Werbung geweckt werden. So haben sich Inline-Skates und Kickboards erst einmal ganz ohne Werbung verbreitet. Wir versuchten Antworten u. a. auf folgende Fragen zu finden: Werden Menschen nur deshalb Raucher, weil Michael Schumacher im Marlboro-Auto fährt? Weshalb und wann rauchen Jugendliche ihre erste Zigarette? Warum werden so viele Raucher abhängig und stellen das Rauchen nicht ein, obwohl sie wissen, dass Zigaretten für sie tödlich werden können und keinerlei Vorteile bringen? Aber warum haben so viele Menschen aufgrund von BSE kein Rindfleisch mehr gegessen?

Es wird jedoch nicht nur für Produkte geworben, sondern auch um die Wählerstimmen. Wir haben uns über die Wahlkampforganisation und die Rolle der Medien informiert sowie untersucht, nach welchen Kriterien die Schwerpunktthemen bestimmt werden. Im Anschluss daran haben wir einige Wahlwerbespots der Bundestagswahl 1998 analysiert.
Diese Themen wurden während der Besuche der Marketingagenturen, des Werbefilmproduzenten, des Coca-Cola-Werkes und des WDR sowie der Gespräche über die Wahlkampforganisation in Bonn aufgegriffen.

Ein Höhepunkt war sicherlich das € 25.000 Buy-Game „Let's buy it.game" in Düsseldorf. Es handelt sich dabei keineswegs um eine Spielshow. Jede jahrgangsspezifische Kleingruppe hatte die Aufgabe, nach ihren eigenen Wünschen Waren und Dienstleistungen für fiktive € 25.000 zu kaufen. Darüber hinaus hatte die Gruppe im Spiel die Aufgabe, für ein Budget von € 250 (etwa € 3,00 pro Person) für eine Grillparty am Abschlussabend einzukaufen. Für das Abendessen in der Düsseldorfer Innenstadt konnten die Kleingruppen pro Teilnehmer sieben „echte" Euro nach eigener Wahl ausgeben.

Nach der Rückkehr trafen sich die Teilnehmer in den Kleingruppen zur Auswertung der „Wunschzettel". Dabei wurden die Aufgaben und Rollenverteilung ebenso reflektiert wie die Motivation der Teilnehmer, das Klima in der Gruppe und evtl. Spannungen. Den Schwerpunkt bildeten die Fragen, nach welchen Kriterien sie einzelne Produkte ausgewählt haben und bei welchen Einkäufen es Schwierigkeiten gab, einen Konsens herbeizuführen. Für viele Gruppen stellte der budgetierte Einkauf für den Abschlussabend ein besonderes Problem dar.