| Herbstferien 2004 - "Zwischen Ballermann und Naturpark" |
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| Geschrieben von Marcel | |
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Zwischen Ballermann und Naturpark - Auswirkungen unseres
Reisverhaltens und Ansätze für einen ökololgisch und sozial
verträglichen Tourismus am Beispiel Mallorcas Mit 121 Teilnehmern nach Mallorca - Themenorientierte Herbstfahrt 2004 “Zwischen Ballermann und Naturpark - Auswirkungen unseres Reiseverhaltens und Ansätze für einen ökologisch und sozialverträglichen Tourismus am Beispiel Mallorcas” - so lautete das Thema einer Herbstfahrt der Godesberger KSJ (Region Bonn). Die meisten Kinder fahren mindestens einmal im Jahr mit ihren Eltern in Urlaub, häufig als Pauschalreise in die klassischen Ferienländer. Aber auch viele Jugendliche, die ihren ersten Urlaub ohne Eltern und Jugendorganisation planen, denken zumindest über einen Urlaub auf Mallorca, in Lloret oder Rimini nach. Doch über die ökologischen und sozialen Auswirkungen für die Region und deren Bevölkerung denken die Wenigsten nach. Was alle anderen auch machen, kann ja so schlecht nicht sein. Die Gegensätze zwischen den mit Hotels zugebauten Küstenabschnitten und der fast unberührten Natur im Landesinneren werden sicherlich das Bewusstsein fördern, dass auch wir als Touristen eine Verantwortung für unsere Urlaubsziele tragen. Während der ersten beiden Tage haben wir den Teilnehmern die notwendigen Grundlagen vermittelt, in den folgenden fünf Tagen in zahlreichen Gesprächen, Besichtigungen, Rundgängen und eigenen Bewertungen touristischer Angebote sowohl abschreckende Beispiele der 60-er und 70-er Jahre als auch positive Beispiele eines ökologisch und sozial verträglichen Tourismus aufgezeigt. Am letzten Tag sollten die Teilnehmer unter Berücksichtigung der erworbenen Kenntnisse und der gesammelten Erfahrungen eigene Reisekonzepte erstellen. Einige der von uns angefragten Gesprächstermine und Besichtigungen sind leider aufgrund der fehlenden Bereitschaft der Verantwortlichen in den Ministerien und der Umwelt-Stiftung Costa Nord nicht zu Stande gekommen. Die Stadt Alcudia schickte hingegen direkt fünf Abteilungsleiter. Trotzdem waren unsere Teilnehmer in einigen Punkten besser informiert als die Fachleute. Für eine spanische Umweltorganisation haben wir an verschieden Orten in einer Umfrage Daten von fast 2000 deutschen Urlaubern erhoben. Das Wetter zeigte sich im Gegensatz zur Osterfahrt die erste gute Woche von seiner positiven Seite. Während unseres Aufenthaltes wurden mehrfach die heißesten Oktober-Tage auf Mallorca seit Beginn der Wetteraufzeichnungen registriert. Eigentlich hatten wir mit 90 Teilnehmern gerechnet, 121 waren es dann. Selbst die Fährgesellschaft war mit dieser Personenzahl offensichtlich überfordert, so dass die Erweiterung unseres Kontingents und die damit verbundene Verschiebung um zwei Tage über zwei Wochen Bearbeitungszeit in Anspruch nahm und etwa 25 Telefonate und 30 Emails erforderte. Aber die Mühe hat sich gelohnt. Das zeigte nicht nur die Resonanz während der Fahrt, sondern auch die Auswertung der anonymen Fragebögen. Erfreulich war auch, dass mit der Mallorcafahrt etwa 35 Kinder und Jugendliche das erste Mal an einer KSJ-Veranstaltung teilgenommen haben. Laut Fragebogen soll es für niemanden die Letzte gewesen sein. |