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Weihnachtsferien 2004/05
Die Kollekte für die Kenge-Hilfe
in der Vorweihnachtsmesse 2004 erzielte ein Spitzenergebnis von 600,00
Euro. Mit dem Sammelergebnis unserer Info-Tour im Sommerlager und
dieser Kollekte konnten wir so im letzten Jahr 5.008,73 Euro für den
Bau des Mädcheninternates an die Kenge-Hilfe überweisen.
In
den Weihnachtsferien haben einige Gruppenleiter alles das erledigt, was
in den Monaten zuvor aufgrund des hohen Zeitbedarfs für
Interessenvertretung gegenüber dem Aloisiuskolleg liegen geblieben ist.
7. - 9. Januar: Rundenwochenende des Jahrgangs 9 als Beginn der Gruppenleiterausbildung
Das
im Dezember 2004 abgesagte Rundenwochenende für den Jahrgang 9 haben
wir bereits in den Weihnachtsferien nachgeholt. „Keiner lebt für sich
allein" - Diesen Satz hätten vermutlich auch alle Mitglieder des
Jahrgangs 9 vor dem besinnlichen Rundenwochenende unterstrichen. Doch
im „wirklichen Leben" sieht das ganz anders aus. Häufig sind uns unsere
eigenen Bedürfnisse wichtiger, als die unserer Mitmenschen und der
Umwelt. Gerade von unseren Gruppenleitern erwarten wir daher besondere
Sensibilität für ihre Mitmenschen und die Umwelt, ausgeprägte Team- und
Kommunikationsfähigkeit, Kritikfähigkeit und -bereitschaft, gewisse
Selbstständigkeit sowie eine Einarbeitungsfähigkeit in neue Aufgaben
und Problemstellungen und die Fähigkeit, komplexe Probleme
strukturieren zu können.
Spiele ganz unterschiedlicher Art
sollten verdeutlichen, wie wichtig die Kooperation in einer Gruppe und
die Integration aller Mitglieder für eine fruchtbare Teamarbeit sind.
Vertrauen, Offenheit und Solidarität sind für jede Gemeinschaft
unverzichtbar.
Aber als kirchlicher Jugendverband ist uns nicht
nur die Begegnung unter den Menschen ein wichtiges Anliegen, sondern
auch die Begegnung mit Jesus Christus, wie sie uns das Evangelium
überliefert hat. Die KSJ versteht sich als Gemeinschaft von suchenden
Christen, die sich am Evangelium orientieren und sich Jesus Christus
zum Maßstab ihres Lebens nehmen. Unsere eigenen Lebensgewohnheiten
sollten wir dabei ständig überdenken. So haben wir dazu eingeladen,
darüber nachzudenken, welche Dinge und Gewohnheiten ihnen persönlich
wichtig sind und was ihnen fehlen würde, wenn sie auf diese Dinge und
Gewohnheiten verzichten müssten. Dieses Thema wurde auch in dem
Wortgottesdienst aufgegriffen. Wir wollen die Jugendlichen mit Fragen
des persönlichen und gemeinsamen Glaubens und mit der eigenen
Motivation für eine Mitarbeit in einer christlichen Jugendgruppe
konfrontieren.
Die sog. Schlüsselqualifikationen wie
Teamfähigkeit und Selbstständigkeit sowie die von einem Gruppenleiter
abverlangte Vorbildfunktion lassen sich jedoch nicht nur an einem
Schulungswochenende vermitteln, sondern entwickeln sich, wenn
Jugendliche zunehmend in die Verantwortung einbezogen und gefordert
werden. Diesen Prozess versuchen wir mit dem Rundenwochenende des
Jahrgangs 9, mit der Mitarbeit bei der Osterfahrt und der
Gruppenleiterschulung zu intensivieren und zu beschleunigen, damit die
Jugendlichen ihren Anforderungen als Gruppenleiter gerecht werden
können.
18. - 20. Februar: Rundenfreizeit für die Jahrgänge 6 und 8 in Cassel
Jede
Runde gestaltet einmal im Halbjahr ein Wochenende in Cassel, um
gemeinsam in der Rundengemeinschaft etwas zu erleben und diese zu
stärken. So sollen die Rundenwochenenden einerseits den Zusammenhalt in
der Runde fördern, anderseits aber auch Projekte ermöglichen, für die
die Gruppenstunden von 90 Minuten nicht ausreichen.
4. - 6. März: Vorbereitungs- und Schulungswochenende für die Osterfahrt
Eine
Osterfahrt mit Wanderungen sowie Besichtigungen und Stadtrundgängen
erfordert zusätzliche Kenntnisse. Daher treffen sich zur Vorbereitung
alle Teilnehmer und Gruppenleiter ab Jahrgang 10 und Interessierte ab
Jahrgang 9 in Cassel. Neben der Programmplanung klären wir ab, welche
Aufgaben die Gruppenleiter unter Berücksichtigung pädagogischer,
rechtlicher und organisatorischer Aspekte in den unterschiedlichen
Situationen wahrzunehmen haben und wie sie sich in Problemfällen
verhalten sollen.
Welche Anforderungen stellt eine
Badeaufsicht am Strand? Warum ist bei einer Übernachtung auf Deck einer
Fähre eine durchgehende Nachtwache erforderlich? Wie leite ich eine
Wandergruppe? Wie vermeide ich, dass jemand die Gruppe verliert und was
unternehme ich, wenn es dann trotzdem passiert? Eine wichtige Grundlage
stellen die „Vereinbarungen für die Osterfahrt" dar, in denen wir
wichtige Regeln (Busfahrten, Fährpassagen, Unterkünfte, Essen,
Radtouren, Wanderungen, Tiere, Schwimmen, Stadtbummel, Alkohol,
Nikotin, ...) für die Gruppenleiter und Teilnehmer zusammengestellt und
begründet haben. Die Ausgabe des Vorjahres wird aufgrund der
gesammelten Erfahrungen überarbeitet und ergänzt.
Für die
einzelnen Aufgabenbereiche, z. B. Catering, Logistik (Verwaltung der
Lebensmittel), Tetris (Gepäckverladung) u. a., werden verschiedene
Teams gebildet. Die Rundenleiter sind wie bei den anderen Fahrten die
Ansprechpartner der Kinder und Jugendlichen, die Hauptverantwortung der
jahrgangsübergreifenden Wandergruppen wird volljährigen Gruppenleitern
übertragen.
Osterferien
Einige Wochen war
unklar, ob uns für Vorbereitung einer Osterfahrt noch genügend Zeit
blieb. Wir wollten die Osterfahrt jedoch nur ungern ausfallen lassen,
da viele Kinder und Jugendliche sich schon lange darauf freuen. Hinzu
kommt, dass die Osterfahrt auch ein sehr wichtiger Bestandteil der
Gruppenleiterausbildung ist, ohne die in diesem Jahr sogar das
Sommerlager gefährdet gewesen wäre.
Daher haben wir
kurzfristig entschieden, Ostern noch einmal nach Mallorca zu fahren.
Eine Osterfahrt vom 19. März bis 1. April nach Mallorca ließ sich auch
in den wenigen noch verbleibenden Wochen vorbereiten, weil wir die
Zielregion noch sehr genau vom Vorjahr kannten. Während der Herbstfahrt
2004 haben wir Mallorca unter dem Thema des umwelt- und
sozialverträglichen Tourismus kennen gelernt. Ostern konnten wir dann
abwechslungsreiche Landschaften, bizarre Bergformationen, Gebiete fast
unberührter Natur, grüne Wälder, ursprüngliche Dörfer, malerische
Hafenstädte, tiefe Schluchten, Steilküsten, einsame Buchten und das
kristallklare Meer sowie zahlreiche antike Baudenkmäler erkunden. Wir
konnten so sehr eindrucksvoll erfahren, wie wichtig der verantwortliche
Umgang mit der Schöpfung ist.
Wanderungen,
Stadtbesichtigungen, Freizeitprogramm an Mallorcas Stränden und in
unseren Unterkünften wechselten sich ständig ab, das Wetter spielte
auch mit. Mit der Kombination eines attraktiven Freizeitprogramms mit
der gemeinsamen Vorbereitung und Feier der Kar- und Ostertage haben wir
auch in diesem Jahr gute Erfahrungen gemacht. Den Teilnehmern soll
dadurch die Gelegenheit gegeben werden, über Fragen ihres persönlichen
Glaubens in den unterschiedlichsten Lebensbereichen und Aktivitäten in
einer Gleichaltrigengruppe nachzudenken und diese in die Gestaltung
neuer liturgischer Formen einzubringen. Darüber hinaus haben wir
miterleben dürfen, wie die Mallorquiner die “Semana Santa” begehen.
Die Osternacht feierten wir mit den Spaniern und Touristen aus aller
Welt in der Kathedrale von Palma.
13. - 15. Mai: Gruppenleitervorschulung für den Jahrgang 9
Alle
interessierten Mitglieder der Klassen 9 laden wir zu unserer
Gruppenleitervorschulung ein. Die Jugendlichen beschäftigen sich mit
der Rolle und Funktion der Gruppenleiter, den Möglichkeiten einer
Problemlösung, den Kommunikationsregeln, der Gestaltung von
Gruppenstunden und mit Rechtsfragen.
Qualifikationen wie
Teamfähigkeit, Selbständigkeit, Kreativität, die Einarbeitungsfähigkeit
in neue Aufgaben sowie die von einem Gruppenleiter abverlangte
Vorbildfunktion lassen sich jedoch nicht nur an einem
Schulungswochenende vermitteln, sondern entwickeln sich, wenn
Jugendliche zunehmend in die Verantwortung einbezogen und gefordert
werden. Diesen Prozess versuchen wir mit dem besinnlichen
Rundenwochenende des Jahrgangs 9, mit der Mitarbeit bei der Osterfahrt
und der Gruppenleiterschulung zu intensivieren und zu beschleunigen,
damit die Jugendlichen ihren Anforderungen als Gruppenleiter gerecht
werden können.
26. - 29. Mai: Schulungs- und Vorbereitungswochenende für das Sommerlager
Die
Gruppenleiter und alle Teilnehmer ab Jahrgang 9 fahren vor den Sommer-
und Herbstferien jeweils ein Wochenende nach Cassel, um in aller Ruhe
die themenorientierten Lager und Fahrten inhaltlich vorzubereiten,
organisatorische Dinge zu klären sowie pädagogische Fragen zu
besprechen. Für die Leitung der Kleingruppen und anderer
Programmangebote sind themenbezogene und methodische Kenntnisse
erforderlich, die von den älteren Gruppenleitern vermittelt oder
gemeinsam erarbeitet werden.
An dem Sommerlager waren etwa 30
Gruppenleiter beteiligt. Daher ist es unerlässlich, genaue
Zuständigkeiten und Kommunikationswege abzuklären. Sollten irgendwelche
Probleme (Streit, Fehlverhalten, ...) auftreten, sind die Rundenleiter
zu informieren. Die Rundenleiter nehmen sich entweder selbst der Sache
an oder bitten einen älteren Gruppenleiter um Unterstützung. Während
den Veranstaltungen treffen sich dann vor jeder Programmeinheit alle an
ihr beteiligten Gruppenleiter zu letzten Absprachen und
Detailplanungen. Nach der Nachtruhe der Kinder steht dann für die
Gruppenleiter die Tagesreflexion und die Planung des nächsten Tages an.
Sommerferien
“Die Nachrichtenmacher”-
unter diesem Thema stand die erste Woche des Sommerlagers vom 8. bis
16. Juli. Der Höhepunkt war sicherlich die zweitägige Reportageaktion
über die Vorbereitung des Weltjugendtages. Sie bot den Teilnehmern die
Möglichkeit, ihre Kenntnisse in der Praxis umzusetzen. In sieben
Kleingruppen zu den Schwerpunktthemen wie Freiwillige, Programm,
Mobilität, Sicherheit, Vorbereitung in den Städten, die
Abschlussveranstaltung und die religiösen Akzente des WJT
recherchierten die 83 Teilnehmer nach wichtigen Informationen zu ihren
Themen, bereiteten die einzelnen Besuche und Gespräche vor und
verteilten dazu die Aufgaben in ihrer Kleingruppe.
Den
Weltjugendtag hatten wir als Oberthema gewählt, weil die persönliche
Neugierde für das Thema ein wichtiges Kriterium für eine gute Reportage
ist. Gerade der Weltjugendtag zeigt, unter welchen Aspekten man ein
Thema beleuchten kann und wie wichtig die Auswahl der Gesprächspartner
ist. Dazu wurden auch einige Presseveröffentlichungen der vergangen
Wochen ausgewertet. Zwei Tage führten die Kinder und Jugendlichen
zahlreiche Interviews: Sodexho Catering, Langzeitfreiwillige im
WJT-Callcenter, Kernteamkoordination durch das KJA Köln, Kernteam
Rodenkirchen, Bezirksregierung Köln, Sicherheitsbeauftragte Feuerwehr
Rhein-Erft (Marienfeld), Deutsche Bahn AG, VRS, Begegnungszentren der
KJG und KLJB, Jugend 2000, KHG Bonn, AFJ, ZdK, Ortstermin Marienfeld,
Stadt Köln, Polizei Köln, WJT-Büro, Malteser Hilfsdienst.
Zusätzlich
schauten sie bei Besuchen in den Redaktionen vom WDR Düsseldorf,
Dom-Radio, Radio Bonn-Rhein-Sieg, Kölner Stadtanzeiger und
General-Anzeiger Bonn ihren professionellen “Kollegen” über die
Schulter.
In der zweiten Woche vom 17. bis 21. August konnten
die Teilnehmer in einem Erste-Hilfe-Kurs auf spielerische Weise lernen,
wie man bei Unfällen und Krankheiten richtig reagiert und woran man
lebensbedrohliche Situationen erkennt. Während des DLRG-Kurses haben
fast alle 77 Kinder und Jugendliche je nach Alter den Rettungsschwimmer
Bronze oder Silber erworben.
15. - 21. August: der Weltjugendtag
Am
letzten Ferienwochenende haben über 40 KSJler aus Godesberg und etwa 1
Mio andere Besucher an der Vergil und Abschlussmesse des
Weltjugendtages teilgenommen. Die beiden Gottesdienste und die
Übernachtung auf dem Marienfeld waren trotz des Wetters sicherlich für
alle ein Erlebnis, das niemand so schnell vergessen wird. Die ersten
Tage des WJT haben die Kinder und Jugendlichen mit ihren Gruppenleitern
die eine oder andere Veranstaltung besucht.
Der Gottesdienst
auf der Hofgarten-Wiese, die Begrüßung des Papstes, aber auch die
zahlreichen Erlebnisse vor dem Kölner Dom oder einem überfüllten
Hauptbahnhof gehören zu den Glaubenserfahrungen, die die Jugendlichen
sicherlich über die Woche des Weltjugendtages hinaus prägen werden. Es
war schon beeindruckend, mit welcher Selbstverständlichkeit junge
Menschen, die in einer Gruppe Gleichaltriger Hemmungen haben, Worte wie
“Christen” oder “Glauben” in den Mund zu nehmen, ihre Zugehörigkeit zur
Kirche zum Ausdruck brachten.
2. bis 4. September: Schulungs- und Vorbereitungswochenende für die Herbstfahrt
Da
uns anders als für das Sommerlager für die Vorbereitung der Herbstfahrt
nur zwei Tage zur Verfügung stehen, fahren wir nicht nach Cassel,
sondern in die Jugendbildungsstätte nach Kirchähr (Bistum Limburg).
Herbstferien
Die
Herbstfahrt vom 2. bis 15. Oktober nach Athen stand unter dem Thema
“Olympische Spiele 2004 in Athen - Eine gute Investition nicht nur für
den Sport?” Wir wollten in Athen einmal hinter die Kulissen der
olympischen Spiele schauen und uns dabei mit der Frage beschäftigen,
welche Herausforderungen sich Griechenland zu stellen hatte und welche
positiven wie negativen Auswirkungen die Austragung für das Land mit
sich gebracht hat.
Dabei haben wir uns immer wieder die Frage
gestellt, ob die notwendigen Investitionen die Infrastruktur und die
Lebensqualität für die Griechen nachhaltig verbessert haben. Wurde bei
der Planung nicht nur den Qualitätsstandards des Sports für zwei Wochen
Rechnung getragen, sondern auch den sozialen, kulturellen und
wirtschaftlichen Bedürfnissen der Einwohner für die nächsten Jahre?
Aber auch die umgekehrte Frage stellte sich uns: Hätten die Griechen
ohne die olympischen Spiele überhaupt entsprechende Investitionen und
Veränderungen gewagt?
Herr Dr. Jörg Schill hat den 90
Teilnehmern das Olympiastadion und andere Wettkampstätten gezeigt und
zahlreiche Fragen beantwort. Der gebürtige Freiburger lebt seit über 10
Jahren in Griechenland und war im Organisationskomitee für die
Olympischen Spiele Athen 2004 (Athoc) offizieller Berater von
Präsidentin Gianna Angelopoulos-Daskalaki. Von 1996 bis 2000 leitete er
den Bau des neuen Athener Flughafens, der sechs Monate früher als
vereinbart fertig wurde.
Nach den vier Tagen in Athen ging es mit einem Zwischenstopp an den Meteora-Klöstern für sechs Tage weiter nach Korfu.
25. - 27. November 2005: Rundenwochenende für den Jahrgang 7 (und 8)
Den
Jahrgang 7 laden wir in jeden Jahr zu einem besonderen Wochenende ein,
in diesem Jahr zusätzlich den Jahrgang 8, da das Wochenende für die 7er
im letzten Jahr aufgrund zu weniger Anmeldungen abgesagt werden
musste.
Spiele ganz unterschiedlicher Art sollten
verdeutlichen, wie wichtig die Kooperation in einer Gruppe und die
Integration aller Mitglieder für eine fruchtbare Teamarbeit sind.
Vertrauen, Offenheit und Solidarität sind für jede Gemeinschaft
unverzichtbar.
Statistik:
Mit unseren
Gruppenstunden, offenen Nachmittagsangeboten, Lagern, Fahrten und
Schulungen haben wir etwa 270 Kinder und Jugendliche erreicht. 146
haben an mindestens einer mehrtägigen Veranstaltung teilgenommen.
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