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2007
Veranstaltungen 2007 Drucken E-Mail
Geschrieben von Administrator   
   

24.12.2006

Das Aloisiuskolleg konnte oder wollte der KSJ erstmals nach unserer Vorweihnachtsmesse kein Frühstück anbieten. Der Rektor begründete dies damit, dass  der 24.12. auf einen Sonntag fällt und die neue Küchenleitung dann frei habe. Auf die Messe und das Traditionelle Frühstück mussten wir jedoch nicht verzichten, weil P. Friedhelm Knapp, KSJ-Regionalkaplan und CoJoBo Schulseelsorger, uns die Kirche und Mensa seiner Schule zur Verfügung stellte. Herzlichen Dank für die Unterstützung.

24. - 26. März: Vorbereitungs- und Schulungswochenende für die Osterfahrt


Eine Osterfahrt mit Wanderungen sowie Besichtigungen und Stadtrundgängen erfordert zusätzliche Kenntnisse. Daher treffen sich zur Vorbereitung alle Teilnehmer und Gruppenleiter ab Jahrgang 9 in Cassel. Neben der Programmplanung klären wir ab, welche Aufgaben die Gruppenleiter unter Berücksichtigung pädagogischer, rechtlicher und organisatorischer Aspekte in den unterschiedlichen Situationen wahrzunehmen haben und wie sie sich in Problemfällen verhalten sollen.

Welche Anforderungen stellt eine Badeaufsicht am Strand? Wie leite ich eine Wandergruppe? Wie vermeide ich, dass jemand die Gruppe verliert und was unternehme ich, wenn es dann trotzdem passiert? Eine wichtige Grundlage stellen die „Vereinbarungen für die Osterfahrt" dar, in denen wir wichtige Regeln (Busfahrten, Fährpassagen, Unterkünfte, Essen, Radtouren, Wanderungen, Tiere, Schwimmen, Stadtbummel, Alkohol, Nikotin, ...) für die Gruppenleiter und Teilnehmer zusammengestellt und begründet haben. Die Ausgabe des Vorjahres wird aufgrund der gesammelten Erfahrungen überarbeitet und ergänzt.

Für die einzelnen Aufgabenbereiche, z. B. Catering, Logistik (Verwaltung der Lebensmittel), Tetris (Gepäckverladung) u. a., werden verschiedene Teams gebildet. Die Rundenleiter sind wie bei den anderen Fahrten die Ansprechpartner der Kinder und Jugendlichen, die Hauptverantwortung der jahrgangsübergreifenden Wandergruppen wird volljährigen Gruppenleitern übertragen.
               

8. - 21. April: Osterfahrt nach Süditalien


Ostern wollten wir die abwechslungsreichen Landschaften im Cilento und Kalabrien erkunden: Felsmassive, bizarre Bergformationen, Gebiete fast unberührter Natur, ursprüngliche Dörfer, malerische Hafenstädte, tiefe Schluchten, Steilküsten, einsame Buchten und das kristallklare Meer sowie zahlreiche antike Baudenkmäler. In beiden Regionen hat sich bislang kein richtiger Massentourimus entwickelt.

Zu den Highlights der Süditalien-Fahrt gehörten:

  • zahlreiche fast menschenleere Buchten, Sandstrände und sanfte Dünen
  • faszinierende Landschaften an der Küste und im Gebirge, mehrere Nationalparks
  • malerische Städte, die zum Stadtbummel einladen
  • Sportplätze, Schwimmbäder und andere Freizeitangebote direkt an unseren Unterkünften
  • ein Stadterkundungspiel in Tropea
  • “Spiele ohne Grenzen” am Strand
  • Fußball gegen und mit ital. Jugendlichen
  • gemeinsame Vorbereitung der Kar- und Ostertage
  • Besuch von Assisi auf der Rückfahrt

Das Programm haben die Gruppenleiter jeden Abend oder Morgen mit den Teilnehmern abgesprochen. Die Vormittage verbrachten wir größtenteils an der Unterkunft (Strand, diverse Sport- und Freizeitangebote), nachmittags erkundeten wir dann die Region.

Die Osterfahrt nach Süditalien ist bei allen Teilnehmern sehr gut angekommen. An der Vorbereitung der Osterfahrt beteiligten sich auch 15 Mädchen und Jungen des Jahrgangs 9. Die Osfa selbst konnten sie dann als Mitglieder des Gruppenleiter-Teams erleben, die älteren Gruppenleiter dabei genau bei ihrer Arbeit beobachten und durch diese Erfahrungen lernen. Nach der nicht gerade optimal angelaufenen Gruppenleiterausbildung hat die Osterfahrt sicherlich die Motivation noch einmal verstärkt und aufgezeigt, wie wichtig eine gute Vorbereitung und Teamarbeit für das Gelingen sind.

 

29. April bis 1. Mai: Schulungswochenende für den Jahrgang 9

 

Alle interessierten Mitglieder der Klassen 9 laden wir zu unserer Gruppenleitervorschulung ein. Die Jugendlichen beschäftigen sich mit der Rolle und Funktion der Gruppenleiter, den Möglichkeiten einer Problemlösung, den Kommunikationsregeln, der Gestaltung von Gruppenstunden und mit Rechtsfragen.

 

3. - 5. Juni . Mai: Schulungs- und Vorbereitungswochenende für das Sommerlager

 

Die Gruppenleiter und alle Teilnehmer ab Jahrgang 9 fahren vor den Sommer- und Herbstferien jeweils ein Wochenende nach Cassel, um in aller Ruhe die themenorientierten Lager und Fahrten inhaltlich vorzubereiten, organisatorische Dinge zu klären sowie pädagogische Fragen zu besprechen. Für die Leitung der Kleingruppen und anderer Programmangebote sind themenbezogene und methodische Kenntnisse erforderlich, die von den älteren Gruppenleitern vermittelt oder gemeinsam erarbeitet werden. An dem Sommerlager waren etwa 25 Gruppenleiter beteiligt. Daher ist es unerlässlich, genaue Zuständigkeiten und Kommunikationswege abzuklären. Sollten irgendwelche Probleme (Streit, Fehlverhalten, ...) auftreten, sind die Rundenleiter zu informieren. Die Rundenleiter nehmen sich entweder selbst der Sache an oder bitten einen älteren Gruppenleiter um Unterstützung. Während den Veranstaltungen treffen sich dann vor jeder Programmeinheit alle an ihr beteiligten Gruppenleiter zu letzten Absprachen und Detailplanungen. Nach der Nachtruhe der Kinder steht dann für die Gruppenleiter die Tagesreflexion und die Planung des nächsten Tages an.



24. Juni – 2. Juli: Sommerlager in Cassel


Die KSJ sieht ihre Aufgabe in einer selbstorganisierten und selbstverantworteten Freizeitgestaltung. Wir bieten Schülerinnen und Schülern die erforderlichen Rahmenbedingungen, ihre Freizeit sinnvoll und eigenverantwortlich in einer Gruppe zu gestalten. Das Sommerlager bereiten die Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter wie die übrigen Veranstaltungen gemeinsam in einem Team vor.

Die Funktion des erwachsenen Mitarbeiters besteht darin, die Gruppenleiter zu unterstützen und zu beraten, nicht aber bei Verzögerungen oder Problemen ihnen ihre Zuständigkeiten und damit die übernommene Verantwortung abzunehmen. Negative Erfahrungen im Team gehören genau so dazu wie positive. Jugendliche sollen in der KSJ Verantwortung übernehmen und die Konsequenzen für ihr Entscheiden und Handeln in einem Umfang tragen, wie es für die jeweilige Altersgruppe pädagogisch sinnvoll erscheint.

Die späte Einladung und der frühe Ferienbeginn hatten zur Folge, dass die Teilnehmerzahl fast 30% unter dem Durchschnitt der letzten Jahre lag. Viele Familien nutzen nämlich aus verständlichen Gründen die günstigere Zwischensaison bis Anfang Juli für ihren Familienurlaub.

“Trendsetter und Meinungsmacher”: Trotz Meinungsfreiheit in den Medien und im Internet wird täglich unser (Konsum-)Verhalten und unsere Meinung beeinflusst. Wie entstehen eigentlich Trends? Welche Rolle spielen Prominente in meinem Leben? Wo übernehme ich bewusst oder unbewusst die Meinung anderer? In Kleingruppen, Geländespielen, einem Postenlauf und einer Exkursion nach Düsseldorf haben verschiedene Aspekte aufgegriffen.


•    Stars, Idole und Vorbilder 
    •    Wie wird man zum Star
    •    Film: Die Hitmacher - Hinter den Kulissen der Musikindustrie
    •    Themenorientiertes Geländespiel: “Wie kommen Stars zum Erfolg?”
•    “Ich kaufe mir was, kaufen macht so viel Spaß” - Jugend und Konsum
    •    Kleingruppen
    •    Tagesaktion in Düsseldorf: Das € 25.000  Buy-Game
•    60 Tage zwischen Protest und Euphorie - Meinungs- und Stimmungsbildung in der Gesellschaft am Beispiel der Fußball-WM 2006
•    Der neuste Trend - Produktentwicklung und Absatzförderung
    •    Kleingruppen
    •    Themenorientiertes Geländespiel mit kreativen Elementen-Marketingkampagnen (Radio, TV, Stand, Plakat)
    •    Besuch einer Werbeagentur in Düsseldorf
    •    Besuch eines Werbefilmproduzenten in Düsseldorf
•    Film: Die Angst-Industrie (SWR) - Warum wir Risiken maßlos überschätzen
•    Alkohol, Nikotin
    •    Film: Der Zigaretten- Krieg- Wie die Tabaklobby Deutschland vernebelt
•    Meinungsmache durch Rechtsradikale Parteien und Gruppen
    •    Filme
    •    Kleingruppenarbeit
•    Manipulationstechniken (z.B. Präzisionsfalle, Traditionstaktik, Perfektionsfalle, Angriff auf die Person, ...) und deren Abwehr
    •    Vorstellung
    •    Themenorientiertes Geländespiel
•    Abschluss: Themenorientierter Postenlauf zur Wiederholung und Vertiefung

 

2. - 13. Juli 2006: Sommerfahrt “On the Beach” nach Sardinien


Mit der Konzeption, nach einem 9-tägigen Sommerlager in Cassel zu einer Sommerfahrt in den Süden zu starten, hatten wir 2006 sehr gute Erfahrungen gemacht.

Zu den Highlights der Sardinien-Fahrt gehörten:

•    zahlreiche fast menschenleere Buchten und Sanstrände, sanfte Dünen, kristallklares Meer
•    faszinierende Landschaften an der Küste und im Gebirge, Gebiete fast unberührter Natur
•    malerische Städte, die zum Stadtbummel einladen
•    Sandstrand, Tennis- und Fußballplatz auf unserem Campingplatz
•    ein neu eröffnetes Freizeitbad mit zahlreichen Rutschen 

Das Programm haben wir jeden Morgen mit den Teilnehmern abgesprochen.Eine Teilnahme nur an der Sommerfahrt war jedoch nicht möglich, weil wir die Sommerfahrt als Ergänzung und nicht als Alternative zum traditionellen Sommerlager verstanden haben. Auf Sardinien übernachteten wir wie in Cassel in unseren Zelten.

 

Herbstfahrt 2007

 

Die Planung der Herbstfahrt beginnt in der Regel im Januar oder Februar. Verschiedene Wünsche und Vorschläge der Gruppenleiter werden inhaltlich wie organisatorisch u.a. nach folgenden Kriterien geprüft: Kann zu dem Themenvorschlag ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet werden? An welchem Ort könnte dieses Thema umgesetzt werden? Gibt es vor Ort eine günstige Unterkunft, da der Tagessatz mit Unterkunft, Anreise und Programm nicht über € 20,00 liegen sollte? Wird das Programm auch finanziell gefördert?...Drei Monate vor der geplanten Herbstfahrt wurde der Sonderantrag für die Landmittel gestellt. Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigten, dass wir mit einer Bearbeitungszeit von sechs Wochen rechnen mussten.Bis fünf Wochen vor der geplanten Herbstfahrt lag uns noch keine Antwort auf unseren Antrag vor, so dass wir die Veranstaltung leider absagen mussten. Im letzten Jahr sollte die Berlin-Fahrt nicht gefördert werden, weil die Unterkunft außerhalb des Stadtgebiets von Berlin lag. Erst nach einem Widerspruch wurde sie genehmigt. Vor zwei Jahren haben wir trotz einer Ablehnung die Herbstfahrt nach Athen angeboten und allen Teilnehmern, die den erhöhten Beitrag nicht zahlen konnten, einen entsprechenden Nachlass von € 70,00 gewährt. Dazu ist die KSJ zur Zeit finanziell nicht mehr in der Lage. Eine Förderung der Veranstaltung wurde uns dann zwei Wochen vor der Veranstaltung zugesagt.           

 

19. - 21. Oktober 

 

Die Mitglieder der Jahrgänge 5 bis 7 haben zu einer Wochenendfreizeit nach Cassel eingeladen.



31. Oktober bis 4. November


Unter dem Thema “Journalistische Berichterstattung und Meinungsbildung im politischen Berlin “ konnten die Jugendlichen der Jahrgänge 8 - 10 hinter die Kulissen der Berliner Presse  schauen.

Erfreulicherweise waren auch einige neue Gesichter dabei, vermutlich wären es sogar mehr geworden, wenn wir die Teilnehmerliste nicht bei 50 Personen hätten schließen müssen.

  • Stadtrundfahrt durch die Medienstadt Berlin
  • Besichtigung des Reichstags mit der Kuppel
  • Gespräche in den Hauptstadt-Redaktionen des Nachrichtenmagazin Spiegel, des ZDF und der Nachrichtenagenturen Reuters und ddp
  • Gespräch im Bundespresseamt
  • Presse und Meinungsfreiheit in der ehemaligen DDR (Gedenkstätte Hohenschönhausen), Vorbereitung mit dem Film Checkpoint Charlie
  • Rallye durch das politische Berlin
  • Recherche-Stadtspiel zur Aufklärung eines Mordes
  • und täglich etwa 3 - 5 Stunden freie Beschäftigung in Kleingruppen    

 

Statistik, Fazit, Ausblick:


Mit unseren Gruppenstunden, offenen Nachmittagsangeboten, Lagern, Fahrten und Schulungen haben wir über 200 Kinder und Jugendliche erreicht. 100 haben an mindestens einer mehrtägigen Veranstaltung teilgenommen. Den Rückgang um etwa 30% im vergleich zu den Durchschnittswerten der letzten Jahr liegt in der geringeren Teilnehmerzahl des Sommerlagers sowie vor allem in der abgesagten Herbstfahrt begründet.

Die KSJ hat an 150 Tagen Gruppenstunden und offene Nachmittagsangebote in ihrem Jugendheim angeboten und an 51 Tagen Lager, Fahrten und Schulungen in Cassel, Berlin und Italien.
Hinzu kommt, dass ¾ der Gruppenleiter zur Zeit nicht älter als 16 Jahre sind. Die liegt vor allem in den mitgliederschwachen Sextanerjahrgängen Ende der 90er Jahre begründet. Außerdem müssen wir in den letzten Jahren tendenziell ein abnehmenden Engagement der Jugendlichen ab 17 Jahren beobachten.

Die KSJ muss im Vergleich zu den 90er Jahren auf über 70.000 € direkte und indirekte Förderung durch das Erzbistum und das Aloisiuskolleg verzichten. Mit Ausnahme der Raumkosten ist es der KSJ bisher gelungen, diese Zuschüsse durch Kosteneinsparungen und Umstrukturierungen zu kompensieren. Die Teilnehmerbeiträge liegen etwa auf dem Niveau von vor 10 Jahren, nur das Sommerlager wurde aufgrund der 30% Kürzung des Landeszuschusses etwas teurer. 


Bei den Mietkosten haben wir uns für das Modell einer Solidargemeinschaft entschieden, in der jeder nach seinen Möglichkeiten einen Beitrag leistet. Ehemalige, die vielleicht während der Ausbildung und dem Berufsleben von der einen oder anderen in der KSJ gesammelten Erfahrung profitieren, sind ebenso aufgerufen, wie deren Eltern, Verwandten und Freunde. Einkommensschwächere Familien werden so jedoch nicht zusätzlich belastet.

Dieses Modell wurde jedoch nicht angenommen, so dass wir einen höheren Anteil (3 statt 2 Euro pro Tag und Teilnehmer) als bisher beabsichtigt auf die Teilnehmerbeiträge umlegen müssen.