| Die Küche in Cassel (Beitrag von Jonas Janoschka) |
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| Geschrieben von Administrator | |
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Küche heißt: Morgens früher als alle anderen aufstehen und Frühstück
machen, spülen, keine wirkliche Mittagspause haben, sondern Mittagessen
vorbereiten, dann zur Abwechslung mal wieder Spülen, dann Abendessen
vorbereiten, spülen, abends „Nachtwache" bei den Grumis machen, da die
anderen Leiter das morgige Thema besprechen, wo man ja größtenteils
wahrscheinlich sowieso nicht teilnehmen wird... Wie kommt es, dass es (immer noch) Leute gibt, die sich so etwas „antun"? Naja, man kann daran sogar Spaß haben, wenn man das alles nicht so nüchtern betrachtet, was ich natürlich nicht tue. Man ist ja nicht alleine in der Küche und es macht schon riesig Spaß, wenn man mit zwei, drei anderen da „herumhantiert". Abgesehen davon kommen auch immer andere kurz vorbei, mit denen man sich unterhalten kann, falls es doch einmal etwas langweiliger sein sollte. Dazu kommt, dass es außerdem noch den - nennen wir es einmal - „Revierverteidigungsdrang" gibt! Das heißt, man wird zuerst immer durch Schilder wie „Lebensmitteltechniker bei der Arbeit" etc., darauf hingewiesen, dass man, wenn es nicht unbedingt nötig ist, nicht durch die Küche gehen sollte. Da viele Leute allerdings diesen Warnschildern keine Bedeutung zumessen, werden sie als nächstes freundlich, oder am Ende des Lagers der Geduld entsprechend weniger freundlich, darauf hingewiesen. Danach gibt es noch andere Möglichkeiten und Wege die Leute daran zu gewöhnen, aber das gehört jetzt nicht hier her... Außerdem ist die Küche eine der wichtigsten Aufgaben im Lager und abhängig vom Essen steigt oder fällt die Stimmung. Es ist sehr anspornend, wenn man in der Küche dafür arbeitet, dass alle etwas zu Essen bekommen, und Grumis oder Leiter kommen und einen für ein gut gelungenes Essen loben. Vom Tagesprogramm der anderen bekommt man nicht immer etwas mit und es ist für die Leute in der Küche auch eher zweitrangig, es sei denn, sie könnten sich beim Catchball mal endlich wieder austoben. Da ist man natürlich gerne dabei und lässt in der Zeit die Küche ruhen oder auf Sparflamme laufen. Leute, die es genauer wissen wollen, sollten das einfach mal ausprobieren! Jonas Janoschka |