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Geschrieben von Marcel
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Wöchentliche Gruppenstunden
Die gleichaltrigen Mitglieder einer Runde treffen sich wöchentlich zur
Gruppenstunde. Sie gestalten dort gemeinsam ihre Freizeit, indem sie
miteinander spielen, basteln, reden, feiern, größere Projekte planen,
durchführen und auswerten. In den Mittelstufen-Runden werden in
Aktionen und Gesprächen die Auseinandersetzung und Meinungsbildung in
Gruppe, Verband, Schule, Kirche und Gesellschaft gefördert. Thematische
Gruppenstunden zu den Inhalten der KSJ-Plattform (Grundsatzprogramm),
zur Fremdenfeindlichkeit, zum Nationalsozialismus (Film „Schindlers
Liste") und zur Drogenproblematik sind einige Beispiele für thematische
Gruppenstunden.
Viele Jungen und Mädchen sammeln ihre ersten Gemeinschaftserfahrungen
außerhalb der Schule und des abgegrenzten Freundeskreises in der
wöchentlichen Gruppenstunde. Sie entdecken in den unterschiedlichsten
Lebensbereichen und Aktivitäten sowohl die Stärken, als auch die
Schwächen des anderen, lernen ihn dadurch von allen Seiten kennen und
akzeptieren und Vorurteile abzubauen.
Offener Treff im Jugendheim
Das Jugendheim steht an den Schultagen von 12.00 - 18.30 Uhr allen
interessierten Kindern und Jugendlichen für eine selbständige
Freizeitgestaltung auch außerhalb der Gruppenstunden offen. Das
Tischfußballgerät, eine große Auswahl an Brettspielen und die Küche
sind dabei besondere Anziehungspunkte. Zwischen Unterrichtsende und
Gruppenstunde erledigen auch einige Schüler ihre Hausaufgaben dort,
andere geben Nachhilfeunterricht. Außerdem stehen sechs
Internet-Rechner zur Verfügung.
AKO-Fest
Als Schülergruppe beteiligen wir uns am jährlichen AKO-Fest. In unserem
Großzelt backen wir Waffeln und informieren mit einer Foto-Ausstellung
über die KSJ.
Besondere Aktionen
Die Gruppenstunden werden ergänzt durch besondere Aktivitäten wie
Grillnachmittage, Feten, Nachtreffen von Freizeiten, Filmabende u.v.a.m. |
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Geschrieben von Marcel
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Unser Gruppenleben ist stark von unseren Lagern, Fahrten und Schulungen an einigen Wochenenden und in den Schulferien geprägt.
Die Freizeiten bieten ideale Möglichkeiten, in den unterschiedlichsten
Lebensbereichen und Aktivitäten ganzheitliche Gemeinschaftserfahrungen
in einer Gruppe zu sammeln, in der jeder Teilnehmer seinem Alter und
seinen Fähigkeiten entsprechend für Teilbereiche verantwortlich ist.
Die Kinder und Jugendlichen lernen „spielerisch" im Alltagsleben eines
Lagers die Voraussetzungen für eine Gemeinschaft kennen. Die Befähigung
zum eigenverantwortlichen Arbeiten in einem Team und der qualifizierte
Umgang mit Konflikten sind wichtige Ziele unserer Veranstaltungen.
Durch einen geschlechts- und altersübergreifenden Meinungsaustausch
lernen die Jugendlichen sozialen Umgang miteinander.
Im Herbst- und Sommerlager sowie auf der Osterfahrt setzen sich alle
Teilnehmer mehrmals zu einer Reflexionsrunde zusammen. Dort hat jeder
die Möglichkeit, den anderen mitzuteilen, worüber er sich gefreut oder
geärgert hat. Im Anschluss daran werden Änderungs- und
Verbesserungsvorschläge gesammelt. Dieses Gespräch ist ein sehr
wichtiges Feld, in dem die Kinder umfassend die Regeln einer
partnerschaftlich und demokratisch organisierten Gemeinschaft
kennenlernen und einüben können.
Zudem wollen wir während unseren Veranstaltungen christliche Werte
vermitteln, Glaubenserfahrungen ermöglichen und die
Persönlichkeitsentfaltung des Einzelnen unterstützen.
Themenorientierte Herbstfahrt
„Themenorientierte" Herbstfahrt bedeutet, dass wir uns neben einem
abwechslungsreichen Freizeitprogramm mit einem Thema durch
ganzheitliche und praktische Lernformen auseinandersetzen. Bei der
Umsetzung des Themas nutzen wir zum Beispiel Elemente wie
Arbeitskreise, Aktionen, Spiele, Referate, Gespräche, Exkursionen mit
Erkundungen und Besichtigungen, praktische Erfahrungen und Erlebnisse,
Kontakte und Begegnungen, kreative Workshops und Filmvorführungen.
Unser Anliegen ist es, daß die Kinder und Jugendlichen die
Informationen nicht nur als eine wertneutrale Nachricht unter vielen
aufnehmen, sondern sich, orientiert an christlichen Werten, ein eigenes
Urteil bilden und nach Möglichkeiten suchen, ihr eigenes Verhalten zu
überdenken oder sich für andere Menschen einzusetzen.
In den Herbstferien 2001 haben wir in Berlin unsere Herbstfahrt
unter das Thema „Wen interessiert schon unsere Meinung - Politische
Mitbestimmung in einer demokratischen Gesellschaft" gestellt.
Dabei ist uns aufgefallen, dass die Kinder und Jugendlichen sehr wenig
über die ehemalige DDR und die deutscheWiedervereinigung wissen und das
Wenige sich meist in Vorurteilen erschöpft. Die Wenigsten haben schon
einmal eine Reise in die neuen Bundesländer unternommen.
„Im Osten viel Neues - Eine Reise durch den Osten der Bundesrepublik" -
unter diesem Thema stand die die Herbstfahrt 2002. Wir wollten uns
nicht nur mit den Unterschieden der ehemaligen DDR zur Bundesrepublik
und mit Veränderungen seit der Wiedervereinigung beschäftigen, sondern
auch die Orte und Menschen besuchen, an und von denen wir uns Antworten
auf zahlreichen Fragen erhofften. Die Teilnehmer konnten sich vor Ort
mit sozialen, arbeitsweltbezogenen, bildungspolitischen, touristischen,
ökologischen und ökonomischen Fragen unter Berücksichtigung der
ungleichen geschichtlichen Entwicklung der alten und der neuen
Bundesländer auseinandersetzen.
Die Europäische Union hat sich für das nächste Jahr der Herausforderung
gestellt, die durchweg ärmeren osteuropäischen Staaten in die Union der
vorwiegend reicheren westeuropäischen Länder zu integrieren. Bei den
Beitrittskandidaten handelt es sich um Länder, die sich in den letzten
14 Jahren von planwirtschaftlich gelenkten Staaten mit einer
kommunistischen Führung zu Marktwirtschaften mit einer demokratischen
Rechtsordnung entwickelt haben. In den Herbstferien 2003 haben wir uns
dem Thema „Die EU-Ost-Erweiterung - Europas große Herausforderung - Der
lange Weg in die EU am Beispiel Tschechiens" angenommen.
Die meisten Kinder und Jugendlichen wissen leider nur sehr wenig über
die Europäische Union und unsere osteuropäischen Nachbarn, und das
Wenige erschöpft sich häufig in Vorurteilen. Die Konkurrenz auf dem
deutschen Arbeitsmarkt durch osteuropäische Arbeitsemigranten hat in
einer Zeit hoher Arbeitslosigkeit in den letzten Jahren bei uns auch
nicht zu einem positiven Stimmungswechsel beigetragen. Von einem
normalen nachbarschaftlichen Verhältnis mit der Kenntnis um die
Geschichte, Gegenwart und
kulturelle Eigenheiten des anderen sind Deutsche und Tschechien noch weit entfernt.
Mit Deutschland und Tschechien nähern sich anders als beim
deutsch-französischen Verständigungsprozess Anfang der 60er Jahre nicht
zwei industriell sehr ähnlich entwickelte Länder an. Deutschland, eins
der größten Industrieländer der Welt, trifft auf Tschechien, das gerade
den Weg von der Planwirtschaft zur sozialen Marktwirtschaft mit sehr
vielen Anstrengungen gemeistert hat, mit allen den Problemen, die
dieser Prozess mit sich bringt.
Themenorientiertes Sommerlager
Auch in den Sommerferien fahren wir 14 Tage nach Cassel und
übernachten auf unserem Zeltplatz. Die sonstige Konzeption gleicht der
der themenorientierten Herbstfahrten.
„Trendsetter und Meinungsmacher" - Unter diesem Thema stand die erste
Woche des Sommerlagers 2002. Unternehmen haben schon längst die
Altersgruppe der 11 bis 16-jährigen als wichtige Zielgruppe entdeckt,
denn viele Kinder und Jugendliche möchten mit bestimmten
Markenprodukten die Zugehörigkeit zu einer Gruppe demonstrieren und
erhoffen sich damit gleichzeitig Sympathie und Anerkennung. Diese
Themen wurden während der Besuche der Marketingagenturen, des
Werbefilmproduzenten, des Coca-Cola-Werkes und des WDR sowie der
Gespräche über die Wahlkampforganisation in Bonn aufgegriffen.
Ein Höhepunkt war sicherlich das € 25.000 Buy-Game in Düsseldorf. Es
handelt sich dabei keineswegs um eine Spielshow. Jede
jahrgangsspezifische Kleingruppe hatte die Aufgabe, nach ihren eigenen
Wünschen Waren und Dienstleistungen für fiktive € 25.000 zu kaufen.
Darüberhinaus hatte die Gruppe im Spiel die Aufgabe, für ein Budget von
€ 250 (etwa € 3,00 pro Person) für eine Grillparty am Abschlussabend
einzukaufen. Für das Abendessen in der Düsseldorfer Innenstadt konnten
die Kleingruppen pro Teilnehmer sieben „echte" Euro nach eigener Wahl
ausgeben.
„Ich bin drin und was nun? - was kommt nach der ersten
Internet-Euphorie?" - Unter diesem Thema konnten die Kinder und
Jugendlichen im Sommerlager 2003 nicht nur den Umgang mit diesem heute
sehr wichtigen Medium erlernen oder euren vorhandenen Kenntnisse
ausbauen, sondern auch die damit verbundenen Grenzen und Risiken
erfahren. Die Fähigkeit, (vernetzte) Computer selbstverständlich,
kritisch und produktiv zu nutzen, ist zu einer wichtigen Qualifikation
geworden, deren Bedeutung sowohl in Schule und später im Studium als
auch im Beruf stetig zunimmt.
Höhepunkt war eine Großaktion „Internetcontest - 48 Stunden Internet",
in der fünf Gruppen von verschiedenen Standorten gegeneinander
antreten und Aufgaben mit Hilfe der zahlreichen Internet-Angebote lösen
müssen. Die Gruppen hatten nur dann eine Chance, wenn sie die Aufgaben
als Team lösten, da man diesen Wettbewerb nur als Gruppe und nicht als
Einzelkämpfer gewinnen konnte.
Die „Outdoor-First-Aid-Challenge" in der zweiten Woche unseres
Sommerlagers haben die Gruppenleiter die erforderlichen Kenntnisse
vermittelt, wie auch jüngere Teilnehmer bei Unfällen, Krankheiten und
in anderen lebensbedrohlichen Situationen anderen Menschen sachgerecht
helfen können, ohne sich dabei selbst in Gefahr zu bringen. Der
Erste-Hilfe-Kurs legte seinen Schwerpunkt auf die Erstversorgung im
unwegsamen Gelände (z.B. Wald, Gebirge u. Ä.).
Interkulturelle Osterfahrt mit Radtouren und Wanderungen
In den Osterferien geht es zu Radtouren und Wanderungen mit bis zu
80 Jugendlichen ab Klasse 6 in das südliche Ausland. Nicht nur, weil
dort das Wetter um diese Jahreszeit eher mitspielt, sondern weil wir
neben der Fahrradtour in Kleingruppen und anderen Freizeitaktivitäten,
ein fremdes Land, seine Kultur und Gesellschaftsordnung durch
Informationen, aktive Orts- und Stadterkundungen, Besichtigungen,
praktische Erfahrungen und Erlebnisse sowie Kontakte zur Bevölkerung
kennenlernen wollen.
Ziel der interkulturellen Osterfahrten ist es, sich mit einer anderen
Kultur auseinanderzusetzen, die Unterschiede zur eigenen zu verstehen
und zu akzeptieren und ggf. Vorurteile abzubauen. Voraussetzung dafür
ist, daß die kulturellen Unterschiede wahrgenommen und zugleich die
eigene Kultur nicht als besser oder richtiger bewertet wird. Die
Teilnehmer sollen durch ihre Erlebnisse und Informationen fremde
Menschen im eigenen Land besser verstehen lernen. Zudem ist uns die
Sensibilisierung für das Auftreten der Teilnehmer und das Außenbild der
Gruppe ein großes Anliegen.
Die Feier der Kar- und Ostertage wird durch die gemeinsame Vorbereitung
von den Jugendlichen nicht als "lästiges Pflichtprogramm" empfunden,
sondern gehört bei den meisten Teilnehmern zu den beeindruckesten
Stunden der Osterfahrt.
So haben wir z.B. am Karfreitag die Passionsgeschichte an mehreren
Stationen verlesen und uns im Anschluss an jede Station mit den damals
beteiligten Personen auseinandergesetzt und ihr Verhalten auf die
heutige Zeit übertragen. Die einzelnen Kreuzwegstationen wurden von den
Jugendlichen inhaltlich und methodisch selbst gestaltet.
Die Fahrten bauen wir von ihrer inhaltlichen Konzeption so auf, daß sie
eine Auseinandersetzung mit den sozialen, ökonomischen und ökologischen
Folgen des Massentourismus fördern und Alternativen aufzeigen. Die
Kinder und Jugendlichen sollen ihr persönliches Reiseverhalten
überdenken und zu Formen eines umweltfreundlichen und
sozialverträglichen Reisens angeregt werden.
Die gemeinsame Vorbereitung ermöglicht es jedem Teilnehmer, seinem
Alter, seinen Fähigkeiten und seinem Interesse entsprechend für
Teilbereiche Verantwortung zu übernehmen. Sie soll so zu einer
Identifizierung mit der Veranstaltung beitragen.
Informationswochenende
Bevor wir mit einer Gruppe von 80 Jugendlichen auf große Fahrt
gehen, wollen wir den Teilnehmern untereinander und insbesondere auch
den Gruppenleitern die Möglichkeit bieten, alle kennenzulernen.
Erfüllen die Fahrräder die Vorschriften? Fühlt sich keiner der
Radfahrer in seiner Gruppe über- oder unterfordert? Sind die
Wanderschuhe eingelaufen? Warum soll ich, wenn ich meine Kleingruppe
bei einem Stadtrundgang verloren habe, an Ort und Stelle warten und
diese nicht suchen? In Cassel zeigen wir allen Teilnehmern Dias und
Videofilme mit Informationen über die Strecke und die Region und
informieren mit Hilfe eines Postenlaufes und einer Quizshow über unser
Reiseland. Ferner werden wichtige Absprachen getroffen und die mit den
Gruppenleitern erarbeiteten Vereinbarungen Punkt für Punkt erklärt und
begründet. Die Kinder und Jugendlichen können nach der
Programmvorstellung Änderungsvorschläge und Wünsche äußern.
Bautage
An einem Wochenende im Jahr fahren wir mit interessierten
Mitgliedern ab Klasse 10 nach Cassel, um an unserem Jugendheim
Renovierungsarbeiten und notwendige Reparaturen auszuführen. Durch
unsere Eigenarbeit sparen wir nicht nur Handwerkerlöhne, sondern die
Gestaltung des Jugendheims wird so zu einem wichtigen Inhalt unserer
Jugendarbeit. Bei dieser Art der Freizeitgestaltung erfahren die
Jugendlichen durch ihre eigene Arbeitsleistung den Wert der Häuser und
Einrichtungsgegenstände. Die Identifikation mit dem Jugendheim ist
durch ihren Arbeitseinsatz wesentlich größer als sie bei einer reinen
Nutzung wäre.
Themenorientierte Wochenenden
Zu diesen Wochenenden laden wir alle Mitglieder ein, die an einem
bestimmten Thema Interesse haben. So bieten wir jährlich einen
Erste-Hilfe-Kurs an, der auch immer wieder gerne als Auffrischungskurs
genutzt wird.
Rundenfreizeiten
Jede Runde gestaltet einmal im Halbjahr ein Wochenende in Cassel,
um gemeinsam in der Rundengemeinschaft etwas zu erleben und diese zu
stärken. So sollen die Rundenwochenenden einerseits den Zusammenhalt in
der Runde fördern, anderseits aber auch Projekte ermöglichen, für die
die Gruppenstunden von 90 Minuten nicht ausreichen.
Kennenlern-Wochenende
Alle interessierten Schüler des Aloisiuskollegs und alle
Schülerinnen des Clara-Fey-Gymnasiums ab Klasse 5 laden wir etwa 6
Wochen nach Schulbeginn zum Sextanerwochenende nach Cassel ein.
Die Jungen und Mädchen lernen dort ihre Gruppenleiter und -leiterinnen
und eine Auswahl der Freizeitmöglichkeiten in und außerhalb des
Jugendheimes kennen. Sie lernen dort, ihre Klassenkameraden in den
unterschiedlichsten Lebensbereichen und Aktivitäten außerhalb der
Schule zu verstehen.
Rundenwochenende für den Jahrgang 7
In den letzten Jahren mussten wir leider immer wieder beobachten, dass
13-jährige Jugendliche (Jahrgang 7) sich lieber in ihrem Freundeskreis
treffen als die wöchentlichen Gruppenstunden der KSJ zu besuchen.
Diesem Trend möchten wir entgegenwirken, da die alterspezifischen
Gruppen unter Leitung von etwa vier Jahre älteren Gruppenleitern den
Jugendlichen in diesem Alter als wertvolle Orientierung dienen können.
Daher haben wir den Jahrgang 7 im Januar zu einem speziellen
Rundenwochenende 2003 erstmalig nach Cassel eingeladen, dass bei den
Teilnehmern sehr gut angekommen ist.
In einem Spiel z. B. haben die Kleingruppen die Aufgabe, die gesamte
Gruppe durch ein aus Kordel gespanntes Netz zu transportieren. Die
Schwierigkeit bestand darin, dass jedes Loch in diesem „Spinnennetz"
nur von einer Person passiert werden durfte und diese dann auch nicht
mehr zurückkehren durfte, um anderen zu helfen.
Spiele ganz unterschiedlicher Art sollen verdeutlichen, wie wichtig die
Kooperation in einer Gruppe und die Integration aller Mitglieder für
eine fruchtbare Teamarbeit sind. Vertrauen, Offenheit und Solidarität
sind für jede Gemeinschaft unverzichtbar.
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Geschrieben von Marcel
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Ein Merkmal unserer Jugendverbandsarbeit ist, dass die Runden und
Veranstaltungen von den älteren Jugendlichen eigenverantwortlich
gestaltet und geleitet werden. Dieser Aufbau gewährleistet, dass
Jugendliche durch Übernahme von Leitungsverantwortung den Jüngeren als
Orientierung dienen, in der Begegnung mit Älteren Orientierung erfahren
und sich in der Gleichaltrigengruppe gegenseitig stützen und tragen. Es
gilt für uns das Prinzip »Jugend leitet Jugend«. Auf diese Aufgabe
werden sie auf einer Gruppenleitergrundschulung vorbereitet. Aber auch
später legen wir sehr großen Wert auf Reflexionen und Konzeptionen
sowie eine ständige Weiterbildung. Außerdem haben wir regelmäßige
Treffen, auf denen wir über inhaltliche, pädagogische und
organisatorische Fragen beraten und Veranstaltungen vorbereiten.
Leiterkonferenzen
Einmal in der Woche treffen sich die Leiter und Leiterinnen beider
KSJ-Gruppen zur gemeinsamen Leiterkonferenz. Dort werden insbesondere
Veranstaltungen vorbereitet, Ideen für die Gestaltung der
Gruppenstunden vorgestellt, Aufgaben verteilt, Entscheidungen über
Anschaffungen getroffen und alle anfallenden Probleme besprochen. Die
Leiterkonferenzen stehen immer unter einem Schwerpunktthema, sodass die
Gruppenleiter nur die Termine wahrnehmen müssen, wenn das Thema in
ihren Zuständigkeitsbereich fällt.
Stadtgruppenleitungssitzung
Wöchentlich setzen sich die Stadtgruppenleitungen der beiden
Gruppen zusammen. Zu ihren Aufgaben gehören insbesondere die Vertretung
der Gruppe, die Geschäftsführung und die Mitarbeit bei den
Veranstaltungen der Gruppe.
Runden-Wochenende für den Jahrgang 9
„Keiner lebt für sich allein" - Diesen Satz haben vermutlich auch
alle Mitglieder des Jahrgangs 9 vor dem besinnlichen Rundenwochenende
unterstrichen. Doch im „wirklichen Leben" sieht das ganz anders aus.
Häufig sind uns unsere eigenen Bedürfnisse wichtiger, als die unserer
Mitmenschen und der Umwelt. Vertrauen, Offenheit und Solidarität sind
für jede Gemeinschaft unverzichtbar.
Gerade von unseren Gruppenleitern erwarten wir daher eine besondere
Sensibilität für ihre Mitmenschen und die Umwelt, eine ausgeprägte
Team- und Kommunikationsfähigkeit, eine Kritikfähigkeit und
-bereitschaft, eine gewisse Selbständigkeit sowie eine
Einarbeitungsfähigkeit in neue Aufgaben und Problemstellungen und die
Fähigkeit, komplexe Probleme strukturieren zu können.
Spiele ganz unterschiedlicher Art sollen verdeutlichen, wie wichtig die
Kooperation in einer Gruppe und die Integration aller Mitglieder für
eine fruchtbare Teamarbeit sind. Vertrauen, Offenheit und Solidarität
sind für jede Gemeinschaft unverzichtbar.
Aber als kirchlicher Jugendverband ist uns nicht nur die Begegnung
unter den Menschen ein wichtiges Anliegen, sondern auch die Begegnung
mit Jesus Christus, wie sie uns das Evangelium überliefert hat. Die KSJ
versteht sich als Gemeinschaft von suchenden Christen, die sich am
Evangelium orientieren und sich Jesus Christus zum Maßstab ihres Lebens
nehmen. Unsere eigenen Lebensgewohnheiten sollten wir dabei ständig
überdenken.
Wir wollen die Jugendlichen mit Fragen des persönlichen und gemeinsamen
Glaubens und mit der eigenen Motivation für eine Mitarbeit in einer
christlichen Jugendgruppe konfrontieren. Daran schließen sich
Überlegungen an, wie sie ihren Glauben innerhalb und außerhalb der
Gruppe leben können. Sie sollen lernen, in einer kleinen Gruppe
Gleichaltriger über ihren persönlichen Glauben zu sprechen und ihre
Erfahrungen auszutauschen.
So haben wir die Teilnehmer im Jahr 2001 einmal eingeladen, darüber
nachzudenken, welche Dinge und Gewohnheiten ihnen persönlich wichtig
sind und was ihnen fehlen würde, wenn sie auf diese Dinge und
Gewohnheiten verzichten müssten. Dieses Thema wurde auch in der
Messfeier, die die Jugendlichen gemeinsam vorbereitet hatten,
aufgegriffen.
Das Rundenwochenende soll die Bedeutung dieser Qualifikationen
verdeutlichen und dazu anregen, diese im Gruppenalltag
weiterzuentwickeln. Die Gruppenleitervorschulung im Frühjahr bietet
dann die Gelegenheit, das zurückliegende halbe Jahr unter diesen
Gesichtspunkten zu reflektieren.
Gruppenleitervorschulung
Alle interessierten Mitglieder der Klassen 9 laden wir zu unserer
Gruppenleitervorschulung ein. Die Jugendlichen beschäftigen sich mit
der Rolle und Funktion der Gruppenleiter, den Möglichkeiten einer
Problemlösung, den Kommunikationsregeln, der Gestaltung von
Gruppenstunden und mit Rechtsfragen.
Qualifikationen wie Teamfähigkeit, Selbständigkeit, Kreativität, die
Einarbeitungsfähigkeit in neue Aufgaben sowie die von einem
Gruppenleiter abverlangte Vorbildfunktion lassen sich jedoch nicht nur
an einem Schulungswochenende vermitteln, sondern entwickeln sich, wenn
Jugendliche zunehmend in die Verantwortung einbezogen und gefordert
werden. Diesen Prozess versuchen wir mit dem besinnlichen
Rundenwochenende des Jahrgangs 9, mit der Mitarbeit bei der Osterfahrt
und der Gruppenleiterschulung zu intensivieren und zu beschleunigen,
damit die Jugendlichen ihren Anforderungen als Gruppenleiter gerecht
werden können.
Grundschulung des KSJ-Regionalverbandes
Der KSJ-Regionalverband bietet zudem in jedem Jahr eine viertägige
Grundschulung an, an der auch die Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter
aus unseren Stadtgruppen teilnehmen.
Aufbauschulung: Vorbereitung und Leitung von Fahrten
Eine Osterfahrt mit Radtouren und Wanderungen sowie Besichtigungen
und Stadtrundgängen erfordert zusätzliche Kenntnisse. Daher treffen
sich zur Vorbereitung alle Teilnehmer und Gruppenleiter ab Jahrgang 10
in Cassel. Neben der Programmplanung klären wir ab, welche Aufgaben die
Gruppenleiter unter Berücksichtigung pädagogischer, rechtlicher und
organisatorischer Aspekte in den unterschiedlichen Situationen
wahrzunehmen haben und wie sie sich in Problemfällen verhalten sollen.
Welche Anforderungen stellt eine Badeaufsicht am Strand? Warum ist bei
einer Übernachtung auf Deck einer Fähre eine durchgehende Nachtwache
erforderlich? Wie leite ich eine Fahrrad- oder Wandergruppe? Wie
vermeide ich, dass jemand die Gruppe verliert und was unternehme ich,
wenn es dann trotzdem passiert?
Eine wichtige Grundlage stellen die „Vereinbarungen für die Osterfahrt"
dar, in denen wir wichtige Regeln (Busfahrten, Fährpassagen,
Unterkünfte, Essen, Radtouren, Wanderungen, Tiere, Schwimmen,
Stadtbummel, Alkohol, Nikotin, ...) für die Gruppenleiter und
Teilnehmer zusammengestellt und begründet haben. Die Ausgabe des
Vorjahres wird aufgrund der gesammelten Erfahrungen überarbeitet und
ergänzt.
Für die einzelnen Aufgabenbereiche, z. B. Catering, Logistik
(Verwaltung der Lebensmittel), Tetris (Gepäckverladung) u. a., werden
verschiedene Teams gebildet. Die Rundenleiter sind wie bei den anderen
Fahrten die Ansprechpartner der Kinder und Jugendlichen, die
Hauptverantwortung der jahrgangsübergreifenden Rad- und Wandergruppen
wird volljährigen Gruppenleitern übertragen.
Aufbauschulung: Inhalte und Methoden der themenorientierten Sommer- und Herbstlager
Die Gruppenleiter und alle Teilnehmer ab Jahrgang 10 fahren vor den
Sommer- und Herbstferien jeweils ein Wochenende nach Cassel, um in
aller Ruhe die themenorientierten Lager und Fahrten inhaltlich
vorzubereiten, organisatorische Dinge zu klären sowie pädagogische
Fragen zu besprechen. Für die Leitung der Kleingruppen und anderer
Programmangebote sind themenbezogene und methodische Kenntnisse
erforderlich, die von den älteren Gruppenleitern vermittelt oder
gemeinsam erarbeitet werden.
An einer solchen Aktion sind etwa 30 Gruppenleiter beteiligt. Daher ist
es unerlässlich, genaue Zuständigkeiten und Kommunikationswege
abzuklären. Sollten irgendwelche Probleme (Streit, Fehlverhalten, ...)
auftreten, sind die Rundenleiter zu informieren. Die Rundenleiter
nehmen sich entweder selbst der Sache an oder bitten einen älteren
Gruppenleiter um Unterstützung. Während den Veranstaltungen treffen
sich dann vor jeder Programmeinheit alle an ihr beteiligten
Gruppenleiter zu letzten Absprachen und Detailplanungen. Nach der
Nachtruhe der Kinder steht dann für die Gruppenleiter die
Tagesreflexion und die Planung des nächsten Tages an.
Aufbauschulungen für die wöchentlichen Gruppenstunden
Für die Gruppenleiter ist es nicht immer ganz leicht, sich für jede
der etwa 35 Gruppenstunden im Jahr ein attraktives und
abwechslungsreiches Rundenprogramm, das von den Mitgliedern mit
Interesse und Begeisterung aufgenommen wird, einfallen zu lassen.
Jungen und Mädchen der Jahrgänge 5 und 6 fällt es häufig sehr schwer,
sich nach Schule und Externat noch zu konzentrieren, Jugendliche der
Jahrgänge 7 und 8 sind oft nur schwer zu begeistern und KSJlerinnen und
KSJler der Jahrgangstufe 9 können es gar nicht mehr erwarten, endlich
eine Gruppenleiter-Funktion zu übernehmen.
Natürlich sind wir uns der pädagogischen Bedeutung der Gruppenstunden
bewusst. Während die mehrtägigen Freizeiten und Schulungen beste
Rahmenbedingungen bieten, Gruppenprozesse über einen längeren
zusammenhängenden Zeitraum zu erleben und zu gestalten, stehen bei den
wöchentlichen Gruppenstunden kontinuierliche Gemeinschaftserfahrungen
in einer Gruppe Gleichaltriger im Vordergrund. Wir wollen mit den
Kindern und Jugendlichen nicht nur gemeinsam auf Fahrt gehen, sondern
ihnen in Ergänzung zu den Sozialisationsinstanzen Familie und Schule
auch außerhalb der Veranstaltungen als Vertrauensperson und
Gesprächspartner zur Verfügung stehen, sie bei ihrer
Persönlichkeitsbildung begleiten und sie in Problemsituationen und bei
wichtigen Entscheidungen beraten und unterstützen. Die Gruppenstunden
sind dabei unverzichtbare Anknüpfungspunkte, der geringe
Altersunterschied zu den Gruppenleitern eine sehr gute Chance.
Daher haben wir für alle Rundenleiter und andere interessierte
Jugendliche ab Jahrgang 9 z. B. 2002 in der zweiten Woche der
Herbstferien in Oese (Niedersachsen) eine Gruppenleiteraufbauschulung
angeboten. Die Teilnehmer sollten Ideen für die Gestaltung der
Gruppenstunden erarbeiten, vorstellen und testen. Eine besondere Rolle
spielten mehrwöchige Projekte sowie themenorientierte Angebote. Gute
Vorschläge wurde festgehalten und in einer Mappe zusammengestellt, die
in Zukunft allen Gruppenleitern die Vorbereitung erleichtern und
laufend überarbeitet werden soll.
Freizeiten und Fahrten für Leiter
Die Gruppenleiter gestalten aber nicht nur Gruppenstunden und
Veranstaltungen für jüngere Kinder und Jugendliche, sondern gehen auch
gemeinsam auf Fahrt. Im Jahr 2000 ging die Sommerfahrt in die Toskana
und anschließend zum Weltjugendtag nach Rom, 2001 zur Vorbereitung der
Osterfahrt 2002 nach Kreta.
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