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Die Aktivitäten der KSJ



Die Aktivitäten der KSJ - Eine Einführung Drucken E-Mail
Geschrieben von Marcel   
Unsere Aufgabe sehen wir in einer selbstorganisierten und selbstverantworteten Freizeitgestaltung. Wir bieten Schülern und Schülerinnen die erforderlichen Rahmenbedingungen, ihre Freizeit sinnvoll und eigenverantwortlich in einer Gruppe zu gestalten. Inhalte dieser Freizeitgestaltung sind nicht spezielle Fachkenntnisse wie z. B. das Erlernen eines Instrumentes, sondern ganzheitliche und praktische Erfahrungen in einer Gruppe. Die Kinder und Jugendlichen lernen in den Gruppenstunden und auf den Veranstaltungen spielerisch, in einer Gemeinschaft zu leben, Verantwortung zu übernehmen und sich für andere einzusetzen.

Die KSJ will christliche Werte vermitteln und Erfahrungen im persönlichen und gemeinsamen Glauben sowie das christlich motivierte soziale und politische Engagement ermöglichen und fördern. Durch einen geschlechts- und altersübergreifenden Meinungsaustausch lernen die Jungen und Mädchen zudem sozialen Umgang miteinander. Unser Anliegen ist es, den Jungen und Mädchen positive emotionale Gruppenerfahrungen wie Vertrauen, Geborgenheit, Solidarität und Offenheit zu ermöglichen. Die Jugendarbeit der KSJ vollzieht sich immer in drei Dimensionen: in einer theologisch-religiösen, in einer pädagogischen und einer politischen Dimension.

Die Jugendlichen und insbesondere die Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter erwerben dabei Schlüsselqualifikationen wie Selbständigkeit, Kreativität, soziale Kompetenz, Team- und Kommunikationsfähigkeit, Kritikfähigkeit und -bereitschaft, Organisationstalent, Zukunftsorientierung, Lernbereitschaft, Einarbeitungsfähigkeit in neue Aufgaben und Problemstellungen und die Fähigkeit, komplexe Probleme strukturieren zu können, sowie die Sensibilität für ihre Mitmenschen und die Umwelt.
Die KSJ versteht sich als eine Gemeinschaft von suchenden Christen innerhalb der katholischen Kirche. Jugendliche suchen nach einem Experimentierfeld und einem Entfaltungsraum im persönlichen und gemeinsamen christlichen Glauben. Sie bevorzugen eine Gemeinschaft von Gleichaltrigen und neue Formen des Gottesdienstes und des Gebetes.

Was bedeutet das aber konkret? Gruppenstunde, Leiterkonferenz, Herbstlager, Osterfahrt ... einige von vielen Elementen unserer Jugendverbandsarbeit. Wo finden sich dort die Ziele und Methoden wieder? Welche Rolle spielen die einzelnen Veranstaltungen in unserem pädagogischen Gesamtkonzept?

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Die Aktivitäten der KSJ - Gruppenstunden und offene Jugendarbeit Drucken E-Mail
Geschrieben von Marcel   
Wöchentliche Gruppenstunden

Die gleichaltrigen Mitglieder einer Runde treffen sich wöchentlich zur Gruppenstunde. Sie gestalten dort gemeinsam ihre Freizeit, indem sie miteinander spielen, basteln, reden, feiern, größere Projekte planen, durchführen und auswerten. In den Mittelstufen-Runden werden in Aktionen und Gesprächen die Auseinandersetzung und Meinungsbildung in Gruppe, Verband, Schule, Kirche und Gesellschaft gefördert. Thematische Gruppenstunden zu den Inhalten der KSJ-Plattform (Grundsatzprogramm), zur Fremdenfeindlichkeit, zum Nationalsozialismus (Film „Schindlers Liste") und zur Drogenproblematik sind einige Beispiele für thematische Gruppenstunden.

Viele Jungen und Mädchen sammeln ihre ersten Gemeinschaftserfahrungen außerhalb der Schule und des abgegrenzten Freundeskreises in der wöchentlichen Gruppenstunde. Sie entdecken in den unterschiedlichsten Lebensbereichen und Aktivitäten sowohl die Stärken, als auch die Schwächen des anderen, lernen ihn dadurch von allen Seiten kennen und akzeptieren und Vorurteile abzubauen.

Offener Treff im Jugendheim

Das Jugendheim steht an den Schultagen von 12.00 - 18.30 Uhr allen interessierten Kindern und Jugendlichen für eine selbständige Freizeitgestaltung auch außerhalb der Gruppenstunden offen. Das Tischfußballgerät, eine große Auswahl an Brettspielen und die Küche sind dabei besondere Anziehungspunkte. Zwischen Unterrichtsende und Gruppenstunde erledigen auch einige Schüler ihre Hausaufgaben dort, andere geben Nachhilfeunterricht. Außerdem stehen sechs Internet-Rechner zur Verfügung.

AKO-Fest

Als Schülergruppe beteiligen wir uns am jährlichen AKO-Fest. In unserem Großzelt backen wir Waffeln und informieren mit einer Foto-Ausstellung über die KSJ.

Besondere Aktionen

Die Gruppenstunden werden ergänzt durch besondere Aktivitäten wie Grillnachmittage, Feten, Nachtreffen von Freizeiten, Filmabende u.v.a.m.
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Die Aktivitäten der KSJ - Wochenenden, Lager, Fahrten, Schulungen Drucken E-Mail
Geschrieben von Marcel   
Unser Gruppenleben ist stark von unseren Lagern, Fahrten und Schulungen an einigen Wochenenden und in den Schulferien geprägt.

Die Freizeiten bieten ideale Möglichkeiten, in den unterschiedlichsten Lebensbereichen und Aktivitäten ganzheitliche Gemeinschaftserfahrungen in einer Gruppe zu sammeln, in der jeder Teilnehmer seinem Alter und seinen Fähigkeiten entsprechend für Teilbereiche verantwortlich ist. Die Kinder und Jugendlichen lernen „spielerisch" im Alltagsleben eines Lagers die Voraussetzungen für eine Gemeinschaft kennen. Die Befähigung zum eigenverantwortlichen Arbeiten in einem Team und der qualifizierte Umgang mit Konflikten sind wichtige Ziele unserer Veranstaltungen. Durch einen geschlechts- und altersübergreifenden Meinungsaustausch lernen die Jugendlichen sozialen Umgang miteinander.

Im Herbst- und Sommerlager sowie auf der Osterfahrt setzen sich alle Teilnehmer mehrmals zu einer Reflexionsrunde zusammen. Dort hat jeder die Möglichkeit, den anderen mitzuteilen, worüber er sich gefreut oder geärgert hat. Im Anschluss daran werden Änderungs- und Verbesserungsvorschläge gesammelt. Dieses Gespräch ist ein sehr wichtiges Feld, in dem die Kinder umfassend die Regeln einer partnerschaftlich und demokratisch organisierten Gemeinschaft kennenlernen und einüben können.
Zudem wollen wir während unseren Veranstaltungen christliche Werte vermitteln, Glaubenserfahrungen ermöglichen und die Persönlichkeitsentfaltung des Einzelnen unterstützen.

Themenorientierte Herbstfahrt

„Themenorientierte" Herbstfahrt bedeutet, dass wir uns neben einem abwechslungsreichen Freizeitprogramm mit einem Thema durch ganzheitliche und praktische Lernformen auseinandersetzen. Bei der Umsetzung des Themas nutzen wir zum Beispiel Elemente wie Arbeitskreise, Aktionen, Spiele, Referate, Gespräche, Exkursionen mit Erkundungen und Besichtigungen, praktische Erfahrungen und Erlebnisse, Kontakte und Begegnungen, kreative Workshops und Filmvorführungen.

Unser Anliegen ist es, daß die Kinder und Jugendlichen die Informationen nicht nur als eine wertneutrale Nachricht unter vielen aufnehmen, sondern sich, orientiert an christlichen Werten, ein eigenes Urteil bilden und nach Möglichkeiten suchen, ihr eigenes Verhalten zu überdenken oder sich für andere Menschen einzusetzen.

In den  Herbstferien 2001 haben wir in Berlin unsere Herbstfahrt unter das Thema „Wen interessiert schon unsere Meinung - Politische Mitbestimmung in einer demokratischen Gesellschaft" gestellt.  Dabei ist uns aufgefallen, dass die Kinder und Jugendlichen sehr wenig über die ehemalige DDR und die deutscheWiedervereinigung wissen und das Wenige sich meist in Vorurteilen erschöpft. Die Wenigsten haben schon einmal eine Reise in die neuen Bundesländer unternommen.

„Im Osten viel Neues - Eine Reise durch den Osten der Bundesrepublik" - unter diesem Thema stand die die Herbstfahrt 2002. Wir wollten uns nicht nur mit den Unterschieden der ehemaligen DDR zur Bundesrepublik und mit Veränderungen seit der Wiedervereinigung beschäftigen, sondern auch die Orte und Menschen besuchen, an und von denen wir uns Antworten auf zahlreichen Fragen erhofften. Die Teilnehmer konnten sich vor Ort mit sozialen, arbeitsweltbezogenen, bildungspolitischen, touristischen, ökologischen und ökonomischen Fragen unter Berücksichtigung der ungleichen geschichtlichen Entwicklung der alten und der neuen Bundesländer auseinandersetzen.

Die Europäische Union hat sich für das nächste Jahr der Herausforderung gestellt, die durchweg ärmeren osteuropäischen Staaten in die Union der vorwiegend reicheren westeuropäischen Länder zu integrieren. Bei den Beitrittskandidaten handelt es sich um Länder, die sich in den letzten 14 Jahren von planwirtschaftlich gelenkten Staaten mit einer kommunistischen Führung zu Marktwirtschaften mit einer demokratischen Rechtsordnung entwickelt haben. In den Herbstferien 2003 haben wir uns dem Thema „Die EU-Ost-Erweiterung - Europas große Herausforderung - Der lange Weg in die EU am Beispiel Tschechiens" angenommen.

Die meisten Kinder und Jugendlichen wissen leider nur sehr wenig über die Europäische Union und unsere osteuropäischen Nachbarn, und das Wenige erschöpft sich häufig in Vorurteilen. Die Konkurrenz auf dem deutschen Arbeitsmarkt durch osteuropäische Arbeitsemigranten hat in einer Zeit hoher Arbeitslosigkeit in den letzten Jahren bei uns auch nicht zu einem positiven Stimmungswechsel beigetragen. Von einem normalen nachbarschaftlichen Verhältnis mit der Kenntnis um die Geschichte, Gegenwart und
kulturelle Eigenheiten des anderen sind Deutsche und Tschechien noch weit entfernt.
Mit Deutschland und Tschechien nähern sich anders als beim deutsch-französischen Verständigungsprozess Anfang der 60er Jahre nicht zwei industriell sehr ähnlich entwickelte Länder an. Deutschland, eins der größten Industrieländer der Welt, trifft auf Tschechien, das gerade den Weg von der Planwirtschaft zur sozialen Marktwirtschaft mit sehr vielen Anstrengungen gemeistert hat, mit allen den Problemen, die dieser Prozess mit sich bringt.

Themenorientiertes Sommerlager

Auch in den Sommerferien fahren wir 14 Tage nach Cassel und übernachten auf unserem Zeltplatz. Die sonstige Konzeption gleicht der der themenorientierten Herbstfahrten.

„Trendsetter und Meinungsmacher" - Unter diesem Thema stand die erste Woche des Sommerlagers 2002. Unternehmen haben schon längst die Altersgruppe der 11 bis 16-jährigen als wichtige Zielgruppe entdeckt, denn viele Kinder und Jugendliche möchten mit bestimmten Markenprodukten die Zugehörigkeit zu einer Gruppe demonstrieren und erhoffen sich damit gleichzeitig Sympathie und Anerkennung. Diese Themen wurden während der Besuche der Marketingagenturen, des Werbefilmproduzenten, des Coca-Cola-Werkes und des WDR sowie der Gespräche über die Wahlkampforganisation in Bonn aufgegriffen.

Ein Höhepunkt war sicherlich das € 25.000 Buy-Game in Düsseldorf. Es handelt sich dabei keineswegs um eine Spielshow. Jede jahrgangsspezifische Kleingruppe hatte die Aufgabe, nach ihren eigenen Wünschen Waren und Dienstleistungen für fiktive € 25.000 zu kaufen. Darüberhinaus hatte die Gruppe im Spiel die Aufgabe, für ein Budget von € 250 (etwa € 3,00 pro Person) für eine Grillparty am Abschlussabend einzukaufen. Für das Abendessen in der Düsseldorfer Innenstadt konnten die Kleingruppen pro Teilnehmer sieben „echte" Euro nach eigener Wahl ausgeben.

„Ich bin drin und was nun? - was kommt nach der ersten Internet-Euphorie?" - Unter diesem Thema konnten die Kinder und Jugendlichen im Sommerlager 2003 nicht nur den Umgang mit diesem heute sehr wichtigen Medium erlernen oder euren vorhandenen Kenntnisse ausbauen, sondern auch die damit verbundenen Grenzen und Risiken erfahren. Die Fähigkeit, (vernetzte) Computer selbstverständlich, kritisch und produktiv zu nutzen, ist zu einer wichtigen Qualifikation geworden, deren Bedeutung sowohl in Schule und später im Studium als auch im Beruf stetig zunimmt.

Höhepunkt war eine Großaktion „Internetcontest - 48 Stunden Internet", in der  fünf Gruppen von verschiedenen Standorten gegeneinander antreten und Aufgaben mit Hilfe der zahlreichen Internet-Angebote lösen müssen. Die Gruppen hatten nur dann eine Chance, wenn sie die Aufgaben als Team lösten, da man diesen Wettbewerb nur als Gruppe und nicht als Einzelkämpfer gewinnen konnte.

Die „Outdoor-First-Aid-Challenge" in der zweiten Woche unseres Sommerlagers haben die Gruppenleiter die erforderlichen Kenntnisse vermittelt, wie auch jüngere Teilnehmer bei Unfällen, Krankheiten und in anderen lebensbedrohlichen Situationen anderen Menschen sachgerecht helfen können, ohne sich dabei selbst in Gefahr zu bringen. Der Erste-Hilfe-Kurs legte seinen Schwerpunkt auf die Erstversorgung im unwegsamen Gelände (z.B. Wald, Gebirge u. Ä.).

Interkulturelle Osterfahrt mit Radtouren und Wanderungen

In den Osterferien geht es zu Radtouren und Wanderungen mit bis zu 80 Jugendlichen ab Klasse 6 in das südliche Ausland. Nicht nur, weil dort das Wetter um diese Jahreszeit eher mitspielt, sondern weil wir neben der Fahrradtour in Kleingruppen und anderen Freizeitaktivitäten, ein fremdes Land, seine Kultur und Gesellschaftsordnung durch Informationen, aktive Orts- und Stadterkundungen, Besichtigungen, praktische Erfahrungen und Erlebnisse sowie Kontakte zur Bevölkerung kennenlernen wollen.
Ziel der interkulturellen Osterfahrten ist es, sich mit einer anderen Kultur auseinanderzusetzen, die Unterschiede zur eigenen zu verstehen und zu akzeptieren und ggf. Vorurteile abzubauen. Voraussetzung dafür ist, daß die kulturellen Unterschiede wahrgenommen und zugleich die eigene Kultur nicht als besser oder richtiger bewertet wird.  Die Teilnehmer sollen durch ihre Erlebnisse und Informationen fremde Menschen im eigenen Land besser verstehen lernen. Zudem ist uns die Sensibilisierung für das Auftreten der Teilnehmer und das Außenbild der Gruppe ein großes Anliegen.

Die Feier der Kar- und Ostertage wird durch die gemeinsame Vorbereitung von den Jugendlichen nicht als "lästiges Pflichtprogramm" empfunden, sondern gehört bei den meisten Teilnehmern zu den beeindruckesten Stunden der Osterfahrt.
So haben wir z.B. am Karfreitag die Passionsgeschichte an mehreren Stationen verlesen und uns im Anschluss an jede Station mit den damals beteiligten Personen auseinandergesetzt und ihr Verhalten auf die heutige Zeit übertragen. Die einzelnen Kreuzwegstationen wurden von den Jugendlichen inhaltlich und methodisch selbst gestaltet.

Die Fahrten bauen wir von ihrer inhaltlichen Konzeption so auf, daß sie eine Auseinandersetzung mit den sozialen, ökonomischen und ökologischen Folgen des Massentourismus fördern und Alternativen aufzeigen. Die Kinder und Jugendlichen sollen ihr persönliches Reiseverhalten überdenken und zu Formen eines umweltfreundlichen und sozialverträglichen Reisens angeregt werden.
Die gemeinsame Vorbereitung ermöglicht es jedem Teilnehmer, seinem Alter, seinen Fähigkeiten und seinem Interesse entsprechend für Teilbereiche Verantwortung zu übernehmen. Sie soll so zu einer Identifizierung mit der Veranstaltung beitragen.

Informationswochenende

Bevor wir mit einer Gruppe von 80 Jugendlichen auf große Fahrt gehen, wollen wir den Teilnehmern untereinander und insbesondere auch den Gruppenleitern die Möglichkeit bieten, alle kennenzulernen. Erfüllen die Fahrräder die Vorschriften? Fühlt sich keiner der Radfahrer in seiner Gruppe über- oder unterfordert? Sind die Wanderschuhe eingelaufen? Warum soll ich, wenn ich meine Kleingruppe bei einem Stadtrundgang verloren habe, an Ort und Stelle warten und diese nicht suchen? In Cassel zeigen wir allen Teilnehmern Dias und Videofilme mit Informationen über die Strecke und die Region und informieren mit Hilfe eines Postenlaufes und einer Quizshow über unser Reiseland. Ferner werden wichtige Absprachen getroffen und die mit den Gruppenleitern erarbeiteten Vereinbarungen Punkt für Punkt erklärt und begründet. Die Kinder und Jugendlichen können nach der Programmvorstellung Änderungsvorschläge und Wünsche äußern.

Bautage

An einem Wochenende im Jahr fahren wir mit interessierten Mitgliedern ab Klasse 10 nach Cassel, um an unserem Jugendheim Renovierungsarbeiten und notwendige Reparaturen auszuführen. Durch unsere Eigenarbeit sparen wir nicht nur Handwerkerlöhne, sondern die Gestaltung des Jugendheims wird so zu einem wichtigen Inhalt unserer Jugendarbeit. Bei dieser Art der Freizeitgestaltung erfahren die Jugendlichen durch ihre eigene Arbeitsleistung den Wert der Häuser und Einrichtungsgegenstände. Die Identifikation mit dem Jugendheim ist durch ihren Arbeitseinsatz wesentlich größer als sie bei einer reinen Nutzung wäre.

Themenorientierte Wochenenden

Zu diesen Wochenenden laden wir alle Mitglieder ein, die an einem bestimmten Thema Interesse haben. So bieten wir jährlich einen Erste-Hilfe-Kurs an, der auch immer wieder gerne als Auffrischungskurs genutzt wird.

Rundenfreizeiten

Jede Runde gestaltet einmal im Halbjahr ein Wochenende in Cassel, um gemeinsam in der Rundengemeinschaft etwas zu erleben und diese zu stärken. So sollen die Rundenwochenenden einerseits den Zusammenhalt in der Runde fördern, anderseits aber auch Projekte ermöglichen, für die die Gruppenstunden von 90 Minuten nicht ausreichen.

Kennenlern-Wochenende

Alle interessierten Schüler des Aloisiuskollegs und alle Schülerinnen des Clara-Fey-Gymnasiums ab Klasse 5 laden wir etwa 6 Wochen nach Schulbeginn zum Sextanerwochenende nach Cassel ein.

Die Jungen und Mädchen lernen dort ihre Gruppenleiter und -leiterinnen und eine Auswahl der Freizeitmöglichkeiten in und außerhalb des Jugendheimes kennen. Sie lernen dort, ihre Klassenkameraden in den unterschiedlichsten Lebensbereichen und Aktivitäten außerhalb der Schule zu verstehen.

Rundenwochenende für den Jahrgang 7

In den letzten Jahren mussten wir leider immer wieder beobachten, dass 13-jährige Jugendliche (Jahrgang 7) sich lieber in ihrem Freundeskreis treffen als die wöchentlichen Gruppenstunden der KSJ zu besuchen. Diesem Trend möchten wir entgegenwirken, da die alterspezifischen Gruppen unter Leitung von etwa vier Jahre älteren Gruppenleitern den Jugendlichen in diesem Alter als wertvolle Orientierung dienen können. Daher haben wir den Jahrgang 7 im Januar zu einem speziellen Rundenwochenende 2003 erstmalig nach Cassel eingeladen, dass bei den Teilnehmern sehr gut angekommen ist.

In einem Spiel z. B. haben die Kleingruppen die Aufgabe, die gesamte Gruppe durch ein aus Kordel gespanntes Netz zu transportieren. Die Schwierigkeit bestand darin, dass jedes Loch in diesem „Spinnennetz" nur von einer Person passiert werden durfte und diese dann auch nicht mehr zurückkehren durfte, um anderen zu helfen.
Spiele ganz unterschiedlicher Art sollen verdeutlichen, wie wichtig die Kooperation in einer Gruppe und die Integration aller Mitglieder für eine fruchtbare Teamarbeit sind. Vertrauen, Offenheit und Solidarität sind für jede Gemeinschaft unverzichtbar.

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Die Aktivitäten der KSJ - Treffen, Besprechungen und Schulungen für Gruppenleiter Drucken E-Mail
Geschrieben von Marcel   
Ein Merkmal unserer Jugendverbandsarbeit ist, dass die Runden und Veranstaltungen von den älteren Jugendlichen eigenverantwortlich gestaltet und geleitet werden. Dieser Aufbau gewährleistet, dass Jugendliche durch Übernahme von Leitungsverantwortung den Jüngeren als Orientierung dienen, in der Begegnung mit Älteren Orientierung erfahren und sich in der Gleichaltrigengruppe gegenseitig stützen und tragen. Es gilt für uns das Prinzip »Jugend leitet Jugend«. Auf diese Aufgabe werden sie auf einer Gruppenleitergrundschulung vorbereitet. Aber auch später legen wir sehr großen Wert auf Reflexionen und Konzeptionen sowie eine ständige Weiterbildung. Außerdem haben wir regelmäßige Treffen, auf denen wir über inhaltliche, pädagogische und organisatorische Fragen beraten und Veranstaltungen vorbereiten.

Leiterkonferenzen

Einmal in der Woche treffen sich die Leiter und Leiterinnen beider KSJ-Gruppen zur gemeinsamen Leiterkonferenz. Dort werden insbesondere Veranstaltungen vorbereitet, Ideen für die Gestaltung der Gruppenstunden vorgestellt, Aufgaben verteilt, Entscheidungen über Anschaffungen getroffen und alle anfallenden Probleme besprochen. Die Leiterkonferenzen stehen immer unter einem Schwerpunktthema, sodass die Gruppenleiter nur die Termine wahrnehmen müssen, wenn das Thema in ihren Zuständigkeitsbereich fällt.

Stadtgruppenleitungssitzung

Wöchentlich setzen sich die Stadtgruppenleitungen der beiden Gruppen zusammen. Zu ihren Aufgaben gehören insbesondere die Vertretung der Gruppe, die Geschäftsführung und die Mitarbeit bei den Veranstaltungen der Gruppe.

Runden-Wochenende für den Jahrgang 9

„Keiner lebt für sich allein" - Diesen Satz haben vermutlich auch alle Mitglieder des Jahrgangs 9 vor dem besinnlichen Rundenwochenende unterstrichen. Doch im „wirklichen Leben" sieht das ganz anders aus. Häufig sind uns unsere eigenen Bedürfnisse wichtiger, als die unserer Mitmenschen und der Umwelt. Vertrauen, Offenheit und Solidarität sind für jede Gemeinschaft unverzichtbar.

Gerade von unseren Gruppenleitern erwarten wir daher eine besondere Sensibilität für ihre Mitmenschen und die Umwelt, eine ausgeprägte Team- und Kommunikationsfähigkeit, eine Kritikfähigkeit und -bereitschaft, eine gewisse Selbständigkeit sowie eine Einarbeitungsfähigkeit in neue Aufgaben und Problemstellungen und die Fähigkeit, komplexe Probleme strukturieren zu können.
Spiele ganz unterschiedlicher Art sollen verdeutlichen, wie wichtig die Kooperation in einer Gruppe und die Integration aller Mitglieder für eine fruchtbare Teamarbeit sind. Vertrauen, Offenheit und Solidarität sind für jede Gemeinschaft unverzichtbar.
Aber als kirchlicher Jugendverband ist uns nicht nur die Begegnung unter den Menschen ein wichtiges Anliegen, sondern auch die Begegnung mit Jesus Christus, wie sie uns das Evangelium überliefert hat. Die KSJ versteht sich als Gemeinschaft von suchenden Christen, die sich am Evangelium orientieren und sich Jesus Christus zum Maßstab ihres Lebens nehmen. Unsere eigenen Lebensgewohnheiten sollten wir dabei ständig überdenken.

Wir wollen die Jugendlichen mit Fragen des persönlichen und gemeinsamen Glaubens und mit der eigenen Motivation für eine Mitarbeit in einer christlichen Jugendgruppe konfrontieren. Daran schließen sich Überlegungen an, wie sie ihren Glauben innerhalb und außerhalb der Gruppe leben können. Sie sollen lernen, in einer kleinen Gruppe Gleichaltriger über ihren persönlichen Glauben zu sprechen und ihre Erfahrungen auszutauschen.

So haben wir die Teilnehmer im Jahr 2001 einmal eingeladen, darüber nachzudenken, welche Dinge und Gewohnheiten ihnen persönlich wichtig sind und was ihnen fehlen würde, wenn sie auf diese Dinge und Gewohnheiten verzichten müssten. Dieses Thema wurde auch in der Messfeier, die die Jugendlichen gemeinsam vorbereitet hatten, aufgegriffen.

Das Rundenwochenende soll die Bedeutung dieser Qualifikationen verdeutlichen und dazu anregen, diese im Gruppenalltag weiterzuentwickeln. Die Gruppenleitervorschulung im Frühjahr bietet dann die Gelegenheit, das zurückliegende halbe Jahr unter diesen Gesichtspunkten zu reflektieren.

Gruppenleitervorschulung

Alle interessierten Mitglieder der Klassen 9 laden wir zu unserer Gruppenleitervorschulung ein. Die Jugendlichen beschäftigen sich mit der Rolle und Funktion der Gruppenleiter, den Möglichkeiten einer Problemlösung, den Kommunikationsregeln, der Gestaltung von Gruppenstunden und mit Rechtsfragen.
Qualifikationen wie Teamfähigkeit, Selbständigkeit, Kreativität, die Einarbeitungsfähigkeit in neue Aufgaben sowie die von einem Gruppenleiter abverlangte Vorbildfunktion lassen sich jedoch nicht nur an einem Schulungswochenende vermitteln, sondern entwickeln sich, wenn Jugendliche zunehmend in die Verantwortung einbezogen und gefordert werden. Diesen Prozess versuchen wir mit dem besinnlichen Rundenwochenende des Jahrgangs 9, mit der Mitarbeit bei der Osterfahrt und der Gruppenleiterschulung zu intensivieren und zu beschleunigen, damit die Jugendlichen ihren Anforderungen als Gruppenleiter gerecht werden können.

Grundschulung des KSJ-Regionalverbandes

Der KSJ-Regionalverband bietet zudem in jedem Jahr eine viertägige Grundschulung an, an der auch die Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter aus unseren Stadtgruppen teilnehmen.

Aufbauschulung: Vorbereitung und Leitung von Fahrten

Eine Osterfahrt mit Radtouren und Wanderungen sowie Besichtigungen und Stadtrundgängen erfordert zusätzliche Kenntnisse. Daher treffen sich zur Vorbereitung alle Teilnehmer und Gruppenleiter ab Jahrgang 10 in Cassel. Neben der Programmplanung klären wir ab, welche Aufgaben die Gruppenleiter unter Berücksichtigung pädagogischer, rechtlicher und organisatorischer Aspekte in den unterschiedlichen Situationen wahrzunehmen haben und wie sie sich in Problemfällen verhalten sollen.

Welche Anforderungen stellt eine Badeaufsicht am Strand? Warum ist bei einer Übernachtung auf Deck einer Fähre eine durchgehende Nachtwache erforderlich? Wie leite ich eine Fahrrad- oder Wandergruppe? Wie vermeide ich, dass jemand die Gruppe verliert und was unternehme ich, wenn es dann trotzdem passiert?
Eine wichtige Grundlage stellen die „Vereinbarungen für die Osterfahrt" dar, in denen wir wichtige Regeln (Busfahrten, Fährpassagen, Unterkünfte, Essen, Radtouren, Wanderungen, Tiere, Schwimmen, Stadtbummel, Alkohol, Nikotin, ...) für die Gruppenleiter und Teilnehmer zusammengestellt und begründet haben. Die Ausgabe des Vorjahres wird aufgrund der gesammelten Erfahrungen überarbeitet und ergänzt.
Für die einzelnen Aufgabenbereiche, z. B. Catering, Logistik (Verwaltung der Lebensmittel), Tetris (Gepäckverladung) u. a., werden verschiedene Teams gebildet. Die Rundenleiter sind wie bei den anderen Fahrten die Ansprechpartner der Kinder und Jugendlichen, die Hauptverantwortung der jahrgangsübergreifenden Rad- und Wandergruppen wird volljährigen Gruppenleitern übertragen.
 
Aufbauschulung: Inhalte und Methoden der themenorientierten Sommer- und Herbstlager

Die Gruppenleiter und alle Teilnehmer ab Jahrgang 10 fahren vor den Sommer- und Herbstferien jeweils ein Wochenende nach Cassel, um in aller Ruhe die themenorientierten Lager und Fahrten inhaltlich vorzubereiten, organisatorische Dinge zu klären sowie pädagogische Fragen zu besprechen. Für die Leitung der Kleingruppen und anderer Programmangebote sind themenbezogene und methodische Kenntnisse erforderlich, die von den älteren Gruppenleitern vermittelt oder gemeinsam erarbeitet werden.

An einer solchen Aktion sind etwa 30 Gruppenleiter beteiligt. Daher ist es unerlässlich, genaue Zuständigkeiten und Kommunikationswege abzuklären. Sollten irgendwelche Probleme (Streit, Fehlverhalten, ...) auftreten, sind die Rundenleiter zu informieren. Die Rundenleiter nehmen sich entweder selbst der Sache an oder bitten einen älteren Gruppenleiter um Unterstützung. Während den Veranstaltungen treffen sich dann vor jeder Programmeinheit alle an ihr beteiligten Gruppenleiter zu letzten Absprachen und Detailplanungen. Nach der Nachtruhe der Kinder steht dann für die Gruppenleiter die Tagesreflexion und die Planung des nächsten Tages an.


Aufbauschulungen für die wöchentlichen Gruppenstunden

Für die Gruppenleiter ist es nicht immer ganz leicht, sich für jede der etwa 35 Gruppenstunden im Jahr ein attraktives und abwechslungsreiches Rundenprogramm, das von den Mitgliedern mit Interesse und Begeisterung aufgenommen wird, einfallen zu lassen. Jungen und Mädchen der Jahrgänge 5 und 6 fällt es häufig sehr schwer, sich nach Schule und Externat noch zu konzentrieren, Jugendliche der Jahrgänge 7 und 8 sind oft nur schwer zu begeistern und KSJlerinnen und KSJler der Jahrgangstufe 9 können es gar nicht mehr erwarten, endlich eine Gruppenleiter-Funktion zu übernehmen.

Natürlich sind wir uns der pädagogischen Bedeutung der Gruppenstunden bewusst. Während die mehrtägigen Freizeiten und Schulungen beste Rahmenbedingungen bieten, Gruppenprozesse über einen längeren zusammenhängenden Zeitraum zu erleben und zu gestalten, stehen bei den wöchentlichen Gruppenstunden kontinuierliche Gemeinschaftserfahrungen in einer Gruppe Gleichaltriger im Vordergrund. Wir wollen mit den Kindern und Jugendlichen nicht nur gemeinsam auf Fahrt gehen, sondern ihnen in Ergänzung zu den Sozialisationsinstanzen Familie und Schule auch außerhalb der Veranstaltungen als Vertrauensperson und Gesprächspartner zur Verfügung stehen, sie bei ihrer Persönlichkeitsbildung begleiten und sie in Problemsituationen und bei wichtigen Entscheidungen beraten und unterstützen. Die Gruppenstunden sind dabei unverzichtbare Anknüpfungspunkte, der geringe Altersunterschied zu den Gruppenleitern eine sehr gute Chance.
Daher haben wir für alle Rundenleiter und andere interessierte Jugendliche ab Jahrgang 9 z. B. 2002 in der zweiten Woche der Herbstferien in Oese (Niedersachsen) eine Gruppenleiteraufbauschulung angeboten. Die Teilnehmer sollten Ideen für die Gestaltung der Gruppenstunden erarbeiten, vorstellen und testen. Eine besondere Rolle spielten mehrwöchige Projekte sowie themenorientierte Angebote. Gute Vorschläge wurde festgehalten und in einer Mappe zusammengestellt, die in Zukunft allen Gruppenleitern die Vorbereitung erleichtern und laufend überarbeitet werden soll.

Freizeiten und Fahrten für Leiter

Die Gruppenleiter gestalten aber nicht nur Gruppenstunden und Veranstaltungen für jüngere Kinder und Jugendliche, sondern gehen auch gemeinsam auf Fahrt. Im Jahr 2000 ging die Sommerfahrt in die Toskana und anschließend zum Weltjugendtag nach Rom, 2001 zur Vorbereitung der Osterfahrt 2002 nach Kreta.

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