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Geschrieben von Administrator
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1919 - das war eine zerrissene Zeit, damals. Ich erinnere mich noch
sehr gut an das Jahr, ich war 15 und Schüler am
Kaiser-Wilhelm-Gymnasium in Köln. In Deutschland war Revolution, aus
dem Feld heimkehrende Soldaten prägten das Stadtbild, und viele
Menschen liefen auf der Suche nach Lebensmitteln und anderem durch die
Straßen; es war ja alles rationiert. Aber der Krieg war endlich vorbei,
Gott sei Dank, beendet das sinnlose Morden, und auf einmal änderte sich
sehr viel, auch für uns Katholiken. Das erste war, dass mein Onkel
Albert, der als Jesuit in Valkenburg (Holland) gelebt hatte, nun
endlich nach Köln zurückkehren durfte; seit 1872 war dem Jesuitenorden
ja das Arbeiten im Deutschen Reich untersagt worden. Überhaupt war mit
dem Ende der preußischen Kaisermonarchie nun auch der
Staatsprotestantismus endgültig passé, für uns als rheinische
Katholiken damit der letzte Rest von Kulturkampf gegen uns beendet.
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