| Die KSJ im Überblick |
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| Geschrieben von N.N. (vgl. Artikel) | |
Die Ziele und Grundlagen der KSJ (Katholische Studierende Jugend)
finden sich ausführlich in ihrem Programm, der Plattform. Die KSJ kann
man am besten in ihren fünf Bezügen darstellen, in denen sie sich
abspielt und die sie ausmachen.
Christsein praktisch umsetzen heißt: Politisch sein. Das, was uns an Werten und Zielvorstellungen über die Kirche von Jesus Christus klar wurde, muss seinen Ausdruck in konkretem Handeln finden. Dieses Tun fassten Christen aller Konfessionen in den letzten Jahren unter die Zielvorstellungen Friede, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung zusammen. Der Jugendverband KSJ besteht aus den beiden Gemeinschaften Heliand Mädchenkreis (HD) und Schülergemeinschaft im Bund Neudeutschland (ND). Der ND wurde 1919 als Gemeinschaft Katholischer höherer Schüler in Köln gegründet und spricht auch heute noch vorwiegend Schüler weiterführender Schulen an. Wie der Name schon sagt, verstand und versteht der ND seine Aufgabe darin, Deutschland aus dem Geist Jesu Christi zu erneuern. 1939 wurde der ND im Dritten Reich verboten und ging in den Untergrund. 1945 erstand er neu. ND und HD, die fast fünfzig Jahre nebeneinanderher wirkten, arbeiten seit 1971 eng zusammen und haben auf fast allen Ebenen eine gemeinsame Leitung. Die KSJ ist als Mitgliedsverband des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend Teil der Katholischen Kirche. Die KSJ steht natürlich auch anderen Kindern und Jugendlichen offen, soweit sie und ihre Eltern sich mit Zielen und Grundlagen der KSJ einverstanden erklären können. Die KSJ ist demokratisch strukturiert. Mitglieder der KSJ sind Kinder und Jugendliche, also Menschen, die in der Entwicklung zum Erwachsensein stehen. Kinder und Jugendliche lernen noch und machen noch mehr Fehler. Die größere Fehlertoleranz ist strukturell vorgesehen. Zur Mitarbeit und Mitgestaltung sind alle aufgerufen, demokratisches Wahlrecht aber haben nur die, die sich durch ihren Einsatz für bereit und fähig gezeigt haben, die KSJ mitzutragen, also die Gruppenleiter und alle, die in anderer Weise Interesse am Mitgestalten zeigten. Die Mitglieder sind Mädchen und Jungen. Mädchen und Jungen entwickeln sich zeitlich verschieden und haben dadurch unterschiedliche Interessen und Weisen, miteinander umzugehen. Vor allem die in der Regel nicht koedukativen Gruppenstunden von HD und ND bauen diese Tatsache zum Vorteil aus. Andererseits ermöglichen die strukturellen Verflechtungen von HD und ND viele Berührungspunkte, um die auch vorhandenen Nachteile getrennter Erziehung aufzufangen. So können Mädchen und Jungen einerseits ihre Eigenheiten entfalten und bewahren, andererseits lernen sie einen zwanglosen Umgang miteinander, der die gewonnenen Fähigkeiten für alle vorteilhaft zum Gesamtwohl einbringen hilft. P. Adrian Kunert SJ |